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Häufiges Stolpern beim Gehen

5 Min.

Häufiges Stolpern ist nicht immer eine Frage der Unachtsamkeit. Wenn es öfter passiert, kann das auf körperliche Veränderungen oder gesundheitliche Probleme hinweisen. Viele Betroffene werden vorsichtiger, fühlen sich auf unebenem Boden unsicher oder meiden bestimmte Wege ganz. Umso wichtiger ist es, häufiges Stolpern ernst zu nehmen und mögliche Ursachen frühzeitig abzuklären.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche körperlichen Auslöser hinter häufigem Stolpern stecken können, wann ein Arztbesuch sinnvoll ist und was Ihnen im Alltag mehr Sicherheit beim Gehen gibt.

Elisa Holzmann
Lifta Magazin Autorin

Häufiges Stolpern – das Wichtigste auf einen Blick

  • Es gibt verschiedene Ursachen für häufiges Stolpern. Dazu zählen unter anderem nachlassende Muskelkraft, Sehprobleme oder Nervenerkrankungen, die das sichere Gehen beeinträchtigen.

  • Häufiges Stolpern kann auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein – insbesondere, wenn es neu auftritt, häufiger wird oder mit weiteren Beschwerden wie Taubheitsgefühlen oder Schwindel einhergeht.

  • Bereits mit kleinen Maßnahmen können Sie das Sturzrisiko im Alltag senken. Hierzu zählen regelmäßiges Gleichgewichtstraining, festes Schuhwerk und ein Treppenlift für eine sichere Wohnumgebung.

Warum stolpern manche Menschen häufiger als andere?

Manche Menschen stolpern häufiger, weil ihr Körper kleine Unsicherheiten beim Gehen nicht mehr so gut ausgleichen kann. So fällt es Senioren zum Beispiel schwerer, den Fuß beim Gehen anzuheben oder Kanten und Untergründe gut zu erkennen. Dadurch steigt das Risiko für Fehltritte und es reichen bereits eine Teppichkante oder ein Bordstein aus, um ins Stolpern zu geraten.

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Häufiges Stolpern kann vor allem beim Treppensteigen zum Risiko werden. Mit einem Lifta Treppenlift bleiben Sie in den eigenen vier Wänden mobil und bewegen sich sicher und bequem von Etage zu Etage.

Ursachen: Was häufiges Stolpern auslösen kann

Häufiges Stolpern kann verschiedene Ursachen haben – oft bedingt durch körperliche Veränderungen im Alter. Dabei greifen meist mehrere Faktoren ineinander.

  • Sehprobleme: Nachlassendes Sehvermögen im Alter führt dazu, dass Hindernisse am Boden zu spät oder gar nicht mehr wahrgenommen werden.
  • Muskelschwäche: Lässt die Muskelkraft in Beinen und Füßen nach, fällt es schwerer, den Fuß kontrolliert anzuheben und sicher aufzusetzen.
  • Gleichgewichts­störungen: Wenn das Zusammenspiel von Innenohr, Augen und Muskeln nicht mehr gut funktioniert, fehlt die nötige Stabilität beim Gehen.
  • Fußheberschwäche: Die Fußspitze kann nicht mehr ausreichend angehoben werden, sodass der Fuß schneller an Unebenheiten oder Schwellen hängen bleibt.
  • Erkrankungen des Nervensystems: Krankheiten wie Parkinson, Multiple Sklerose oder andere neurologische Störungen können die Bewegungssteuerung beeinträchtigen.
  • Beschwerden an Füßen & Gelenken: Schmerzen, Fehlstellungen oder ein vermindertes Gefühl in den Füßen sorgen dafür, dass Betroffene beim Gehen unsicherer werden.

Wann Sie häufiges Stolpern ärztlich abklären lassen sollten

Wenn das Problem neu auftritt, zunimmt oder wiederholt zu (Beinahe-)Stürzen führt, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen. Besonders wichtig ist ein Arztbesuch auch, wenn weitere Beschwerden dazukommen – so zum Beispiel:

  • Schwindel, Benommenheit oder Gleichgewichtsprobleme
  • Taubheitsgefühle oder ein verändertes Gefühl in den Füßen
  • plötzliche Schwäche in Beinen und Füßen
  • Sehstörungen
  • Verletzungen nach einem Sturz
  • Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Gedächtnislücken

Welche Untersuchungen bei der Ursachenklärung helfen

Um herauszufinden, warum Sie häufiger stolpern, führt die Ärztin oder der Arzt in der Regel zunächst ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden. Dabei geht es unter anderem darum, seit wann das Stolpern auftritt, in welchen Situationen es passiert und ob es bereits zu Stürzen gekommen ist. Auch Vorerkrankungen, Medikamente und mögliche Begleitbeschwerden wie Schwindel spielen bei der Einschätzung eine wichtige Rolle.

Eine junge Ärztin steht einer Seniorin gegenüber und hält sie an den Händen

Danach folgen körperliche und neurologische Untersuchungen, bei denen überprüft wird, wie sicher Sie gehen, wie gut Sie aufstehen und das Gleichgewicht halten können. Zusätzlich werden Reflexe, Muskelkraft, Koordination und Gefühl in den Füßen getestet, um Nerven- oder Hirnerkrankungen auszuschließen.

Je nach Befund können weitere Untersuchungen wie ein Blutbild, Seh- und Hörtests oder bildgebende Verfahren wie CT und MRT folgen.

Welche Schritte konkret zur Ursachenklärung nötig sind, hängt immer davon ab, welche Beschwerden zusätzlich zum Stolpern auftreten und was sich im Gespräch sowie bei der ersten Untersuchung zeigt.

Tipps für den Alltag: So können Sie das Sturzrisiko senken

Bei häufigem Stolpern können Sie selbst bereits viel dazu beitragen, das Sturzrisiko im Alltag zu minimieren – insbesondere, wenn Sie mehrere Maßnahmen miteinander kombinieren.

Kraft & Balance trainieren

Zwei ältere Personen führen zusammen mit einer Yogalehrerin eine Übung durch

Bewegung ist einer der wichtigsten Bausteine der Sturzprävention. Durch gezielte Übungen für Beine, Gleichgewicht und Koordination werden Sie sicherer auf den Beinen. Üben Sie zum Beispiel täglich Einbeinstand oder probieren Sie Sportarten wie Yoga aus.

Achten Sie darauf, die Übungen an Ihre persönliche Belastbarkeit anzupassen und in regelmäßigen, kurzen Einheiten zu trainieren.

Zuhause sicherer machen

Viele Stürze passieren im eigenen Zuhause. Lose Teppiche, Kabel auf dem Boden, schlechte Beleuchtung oder Hindernisse auf Laufwegen erhöhen das Risiko. Halten Sie Wege daher möglichst frei, fixieren Sie Teppiche mit rutschfesten Unterlagen und sorgen Sie für gutes Licht – vor allem im Treppenbereich. Im Badezimmer sind Haltegriffe und rutschfeste Matten ideal.

Festes Schuhwerk tragen

Gut sitzende, geschlossene Schuhe mit rutschfester Sohle geben mehr Halt und Stabilität. Achten Sie insbesondere bei Hausschuhen oder Sandalen darauf, dass diese nicht zu weich sind oder zu locker sitzen.

Medikamente überprüfen lassen

Manche Medikamente können Benommenheit oder eine verlangsamte Reaktion begünstigen. Das erhöht wiederum das Risiko für häufiges Stolpern. Lassen Sie deshalb regelmäßig ärztlich oder in der Apotheke prüfen, ob Ihre Medikamente Auswirkungen auf Ihre Gangsicherheit haben.

Hilfsmittel nutzen

Mit Gehhilfen wie Gehstöcke und Rollatoren sind Sie beim Gehen sicherer und stabiler. Sie unterstützen nicht nur physisch, sondern stärken auch das Selbstvertrauen und reduzieren die Sturzangst.

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