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Moderne Sturzprophylaxe: Ohne Stürze durchs Leben

5 Min.

Eine effektive Sturzprophylaxe gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Für Senioren stellt die Bewältigung von alltäglichen Aufgaben eine immer größere Herausforderung dar. Zum einen lassen die Muskelkräfte und die motorischen Fähigkeiten nach, zum anderen werden die Gelenke steifer und man ermüdet schneller. Aber auch die Gefahr zu stürzen nimmt zu – und das selbst zu Hause in der gewohnten Umgebung. Bei Personen über 65 Jahre geht man davon aus, dass 30 Prozent mindestens einmal pro Jahr in den eigenen vier Wänden stürzen. Und das oft nicht ohne Folgen: Knochenbrüche und Verstauchungen sind keine Seltenheit.

Bea Becher
Redakteurin Lifta GmbH

Nicht nur körperliche Einschränkungen erhöhen die Sturzgefahr, sondern auch die sogenannten extrinsischen (auf das Umfeld bezogenen) Faktoren, zu denen beispielsweise Stolperfallen wie Kabel, Haustiere oder Teppichkanten gehören. Neben interessanten Zahlen aus Studien zum Thema Sturzgefahr liefert Ihnen die folgende Grafik nützliche Informationen und Tipps zur Sturzprophylaxe – übersichtlich strukturiert und anschaulich dargestellt. Erfahren Sie in unserer Infografik kompakt und übersichtlich, worauf man bei sich und in seiner Umgebung achten sollte, um Stürzen so gut wie möglich vorzubeugen.

Sturzprophylaxe: So können Sie das Sturzrisiko minimieren

Muskelkraft stärken und Gleichgewicht schulen: Der menschliche Körper ist in jedem Alter in der Lage, sich an unterschiedliche Belastungen zu gewöhnen und sich muskulär anzupassen. Ein gezieltes Training, das Kraft, Koordination und Gleichgewicht schult, ist deshalb besonders wichtig. Viele Volkshochschulen und Sportvereine bieten Sturzprophylaxe-Kurse an. Auch Yoga oder Pilates halten den Körper stark und flexibel. Es gibt viele Möglichkeiten, sich im Alter fit zu halten.

Haushalt sicherer machen: Die meisten Stolperquellen befinden sich in Ihrem eigenen Zuhause. Mit einfachen Maßnahmen und Veränderungen Ihres Haushaltes lassen sich aber die meisten Gefahren bereits im Vorfeld ausschließen, sodass ein barrierefreies Wohnen möglich wird.

  • Für ausreichende Beleuchtung sorgen
  • Rutschhemmende Matten unter Teppiche legen
  • Wasser und Fett von Böden sofort entfernen
  • Antirutschmatten in Bad und Dusche auslegen
  • Auf gut sitzendes, rutschfestes Schuhwerk achten
  • Sitzmöbel durch Erhöhungen anpassen
  • Nur sichere Aufstiegshilfen wie Trittleitern benutzen
  • Halten Sie die Laufwege frei

Seniorin benutzt Treppenlift

Treppenlift einbauen lassen: Treppen stellen oft ein erhöhtes Sturzrisiko dar. Mit einem Treppenlift können Sie Treppenstufen sicher überwinden und somit eine aktive Sturzprävention betreiben. Lassen Sie sich von Lifta unverbindlich zu passenden Treppenlift-Lösungen beraten.

Gesundheit und Medikamente regelmäßig überprüfen: Auch durch regelmäßige Routineuntersuchungen lassen sich Stürze vermeiden. Lassen Sie beispielsweise Ihre Sehfähigkeit untersuchen und machen Sie sich in regelmäßigen Abständen Ihren aktuellen Gesundheitszustand bewusst. Sollten Sie Medikamente nehmen, die Gleichgewichtsstörungen begünstigen, sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker an. Vielleicht lassen sich die auftretenden Nebenwirkungen wie z. B. Schwindelgefühl mit alternativen Medikamenten vermeiden.

Sturzangst begegnen: Schätzen Sie sich selbst realistisch und ehrlich ein: Wie groß ist Ihre Angst vor Stürzen? Hält Sie diese Angst davon ab, Ihr Leben aktiver zu gestalten, weil Sie stürzen könnten? Sobald Sie das Gefühl haben, dass Ihre Lebensqualität durch die Sturzangst leidet, gehen Sie dagegen an. In vielen Vereinen und Volkshochschulen wird das Thema Sturzangst in den Kursen zur Sturzprophylaxe behandelt. Sprechen Sie auch mit Ihrem Hausarzt über Ihre Ängste, dieser weiß um die Probleme des Alterns und wird Ihnen mögliche Lösungen aufzeigen und Sie unterstützen.

Die Ursachen für Stürze

Sturzgefahr im Haushalt: Frau stolpert über Kabel

Wieso stürzt man überhaupt? Fakt ist, dass mit steigendem Alter die Sturzgefahr und auch die Anzahl der Stürze zunehmen. Grund dafür sind in erster Linie die mit dem Alter Hand in Hand gehenden Defizite. Die Sehkraft sowie das Hörvermögen lassen nach, Verschleißerkrankungen des Skeletts nehmen zu und Bewegungseinschränkungen werden bemerkbar. Die allgemeine Leistungsfähigkeit sinkt. Die Ursachen für Stürze lassen sich in zwei Gruppen einordnen: Es gibt körperliche Ursachen (intrinsische Faktoren) wie eingeschränkte Beweglichkeit oder nachlassende Muskelkraft und umfeldbezogene Ursachen (extrinsische Faktoren) wie z. B. fehlende Beleuchtung, die das Risiko für Stürze erhöhen.

Mögliche intrinsische Faktoren von Stürzen:

  • Veränderung der Muskulatur
  • Veränderung des zentralen Nervensystems
  • Inaktivität und Bewegungsmangel
  • Gleichgewichtsstörungen / Schwindel
  • Eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit
  • Visuelle Einschränkungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats (Arthrose etc.)
  • Angst vor Stürzen
  • Einnahme von Medikamenten

Zu den extrinsischen Faktoren von Stürzen zählen:

  • Unebene, glatte Böden
  • Ungünstiges Schuhwerk und weite, zu lange Kleidung
  • Stolperfallen wie Teppichkanten und Kabel
  • Umgebungsfaktoren (Beleuchtung etc.)

Risikofaktoren für Stürze

In zahlreichen Studien wurden die Ursachen zusätzlich gewichtet, also die einzelnen Risikofaktoren mit der angenommenen Sturzwahrscheinlichkeit ins Verhältnis gesetzt. Die Übersicht zeigt, welche Voraussetzungen besonders die Wahrscheinlichkeit von Stürzen erhöhen. Die Ergebnisse zeigen, dass Muskeldefizite das Risiko zu stürzen vervierfachen, bereits Betroffene dreimal gefährdeter sind und selbst Depressionen das Sturzrisiko um das Doppelte erhöhen können.

Merkmal

Erhöhtes Risiko im Vergleich ohne Einschränkung*

Muskeldefizite

4,4 mal höher

Sturz im letzten Jahr

3,0 mal höher

Gangstörungen

2,9 mal höher

Gleichgewichtsstörungen

2,9 mal höher

Gebrauch von Gehhilfen

2,6 mal höher

Seheinschränkungen

2,5 mal höher

Arthritis

2,4 mal höher

Dranginkontinenz

2,3 mal höher

Eingeschränkte Alltagsbewältigung

2,3 mal höher

Depression

2,2 mal höher

Kognitive Einschränkungen

1,8 mal höher

Angst

1,8 mal höher

Alter über 80 Jahre

1,7 mal höher

*Erhöhtes Risiko im Vergleich ohne Einschränkung oder auch Odds Ratio = Unter Odds Ratio versteht man die Erhöhung des Risikos, einen Sturz im nächsten Jahr zu erleiden. Ein Odds Ratio von 2,0 bedeutet eine Verdoppelung des Risikos. Ein Odds Ratio von 1,0 bedeutet kein erhöhtes Risiko.

Quelle: Deutscher Turnerverband (2010). Sturzprophylaxe-Training (2. Auflage).
Aachen: Meyer & Meyer Verlag

Wie gefährlich ist Ihre Treppe?

Die folgenreichsten Stürze passieren auf Treppen, denn hier ist die Gefahr sich zu verletzen sehr viel größer als auf einem ebenen Boden.

Die häufigsten Sturzursachen auf Treppen sind:

  • Steile, glatte oder zu hohe Stufen
  • Hindernisse auf den Stufen
  • Lockere Stufen oder Geländer
  • Unzureichende Beleuchtung
  • Ungeeignetes, schlecht sitzendes Schuhwerk
  • Schlecht sitzende und nicht aktuell angepasste Sehhilfen
  • Zu lange oder zu weite Kleidung, die den Bewegungsablauf behindert
  • Medikamentös bedingte motorische Einschränkungen

    Das Risiko, auf der eigenen Treppe zu stürzen, ist hoch. Ein Grund mehr, sich bei der Sicherung der eigenen vier Wände zunächst auf die Treppe zu konzentrieren. Zwei Handläufe rechts und links bieten sofort Halt, farbige Markierungen der ersten und letzten Stufe machen mögliche Stolperstellen sichtbarer. Auch Antirutschmatten, fest montierte Läufer oder ein Treppenlift machen die Treppe zu Hause sicherer.
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