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Wohnen im Alter: Tipps für ein sicheres, selbstständiges Leben

7 Min.

Selbstständig in den eigenen vier Wänden leben und das so lange wie möglich – das ist der Wunsch vieler Seniorinnen und Senioren. Doch nimmt die körperliche Beweglichkeit ab, rückt das Thema „altersgerechtes Wohnen“ in den Fokus. Das bedeutet, dass ältere Menschen innerhalb ihrer Wohnung mobil bleiben und selbstbestimmt leben können. Wir haben Ihnen nützliche Tipps für ein eigenständiges Wohnen zusammengestellt und geben Ihnen einen Überblick über mögliche Wohnformen im Alter.

Bettina Gruber
Lifta Magazin Autorin

Wohnformen im Alter: Lieber allein oder in Gesellschaft leben?

Der demografische Wandel zeigt, dass Menschen in Deutschland immer älter werden. Die Frage nach möglichen Wohnformen im Alter wird daher relevanter. Es müssen immer mehr Häuser und Wohnungen altersgerecht umgebaut werden, damit Seniorinnen und Senioren barrierefrei wohnen können.

Übersicht der Wohnformen: Gemeinschaftliches Wohnen und Wohnen im eigenen Zuhause

Aber im Vergleich zu vorherigen Generationen sind Menschen heutzutage auch bis ins hohe Alter körperlich fitter. Alters- und Pflegeheime sind nur noch dann relevant, wenn ein selbstständiges Wohnen nicht mehr möglich ist und die Pflegebedürftigkeit steigt.

Deshalb bieten sich neue Wohnformen im Alter an, die es älteren Menschen ermöglichen, ihren Alltag aktiv zu meistern. Diese unterscheiden sich zunächst darin, ob Sie lieber allein und selbstständig zu Hause wohnen möchten oder in Gesellschaft.

Senioren-WG

Eine Senioren-WG ist eine Wohngemeinschaft aus mehreren älteren Menschen. Idealerweise besteht die WG aus einer Mischung aus körperlich fitten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Seniorinnen und Senioren mit gesundheitlichen Einschränkungen. So können Sie sich gegenseitig im Alltag helfen und gemeinsame Ausflüge unternehmen.

Wohnen für Hilfe

Eine ältere Großmutter mit einer erwachsenen Enkelin, die zu Hause das Geschirr spült.

Bei diesem alternativen Wohnkonzept leben jüngere Menschen, meistens Studenten, mit Senioren zusammen. Hier werden mehrere Bedürfnisse erfüllt: junge Menschen sind gerade in Städten mit Universitäten oder Fachhochschulen auf der Suche nach günstigem Wohnraum. Ältere Menschen haben häufig Platz in Ihrem Haus und benötigen Hilfe im Alltag. Bei Wohnen für Hilfe ergänzen sich also diese Bedürfnisse. Falls junge Mitbewohnerinnen oder Mitbewohner für Sie in Frage kommen, informieren Sie sich gerne bei uns zu dieser alternativen Wohnform im Alter.

→ Mehr über Wohnen für Hilfe

Mehrgenerationenhaus

Familie in einem Mehrgenerationenhaus

Außerdem funktioniert das gemeinschaftliche Wohnen gut in einem Mehrgenerationenhaus. Dabei ist es Ihre eigene Familie, die Sie im Alltag unterstützt, denn bei diesem Konzept leben – wie der Name schon sagt – mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach.

Der große Vorteil: Sie können in Ihrem gewohnten Umfeld leben bleiben: Nachbarn, Ärzte, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten bleiben dieselben. Ihre Familie ist schnell bei Ihnen und kann Ihnen auch kurzfristig und spontan aushelfen.

Für viele ältere Menschen, die nicht in einem Altersheim oder Pflegeheim wohnen möchten, kommt auch die ambulante Pflege oder Betreuung durch Ihre Angehörigen in Frage. Auch die Kombination mehrerer Wohnformen ist für viele eine gute Lösung für das Wohnen im Alter.

Barrierefreies Wohnen – ein Stück Lebensqualität

Ein wichtiger Faktor für das selbstbestimmte Wohnen im Alter ist die Barrierefreiheit Ihrer Wohnsituation. Passende Umbaumaßnahmen der Wohnung oder des Hauses erlauben es Ihnen, trotz eingeschränkter Mobilität weitestgehend unabhängig zu wohnen und nicht auf die Hilfe Ihrer Angehörigen angewiesen zu sein. Mit Barrierefreiheit bleiben Sie in Ihrem vertrauten Umfeld und erhalten Ihre alltägliche Freiheit – ein großes Stück Lebensqualität.

**Wichtig: **Barrierefreiheit umfasst Ihren gesamten Wohn- und Lebensbereich und beginnt schon vor dem Hauseingang. Folgende Fragen helfen Ihnen, die Barrierefreiheit in Ihrem Zuhause zu überprüfen:

  • Gibt es hier nur Stufen oder auch ein Geländer?
  • Wie sieht es innerhalb des Wohnraums aus?
  • Bietet jeder Raum genug Platz?
  • Sind die Türen breit genug und ist jeder Bereich stufenlos erreichbar?

Gerne unterstützen wir Sie beim Thema barrierefreies Wohnen im Alter. Lesen Sie mehr über dieses Thema in unserem Artikel zur Barrierefreiheit.

→ Mehr zum barrierefreien Wohnen

Passende Umbaumaßnahmen für das Wohnen im Alter

Mit zunehmendem Alter sind kleine Hürden im Wohnumfeld immer schwieriger zu meistern. Viele Seniorinnen und Senioren merken erst, wenn ihre körperliche Mobilität langsam nachlässt, dass ihre Wohnung oder ihr Haus nicht altersgerecht gestaltet ist. Kleinigkeiten wie Stufen, Treppen, enge Türen oder nicht behindertengerechte Toiletten können ausschlaggebend für eine Einschränkung im Alter sein.

Um die Pflege und Betreuung in einem Pflegeheim oder einer Senioreneinrichtung zu umgehen, können Sie Umbaumaßnahmen an Ihrer Wohnsituation vornehmen und somit in Ihrem eigenen Zuhause wohnen bleiben. Mit folgenden Maßnahmen gestalten Sie das Wohnen im Alter barrierefrei:

Wohnen im Alter: Mann steigt in einen Treppenlift
  • Einbau eines Treppenlifts
  • barrierefreie Zugänge
  • Montage von Haltegriffen
  • rollstuhlgerechtes Badezimmer
  • Einbau eines Notrufsystems

Besonders Treppenlifte oder sogar Rollstuhllifte sind eine ideale Möglichkeit, im Alter selbstständig mobil zu bleiben.

→ Mehr über Treppenlifte erfahren

Sturzprophylaxe: So verhindern Sie Stürze

Senior hält sich an Treppengelände fest

Die motorischen Fähigkeiten lassen im Alter nach, weshalb Seniorinnen und Senioren häufiger stürzen – und das vor allem in ihrer eigenen Wohnung. Mögliche Folgen sind Knochenbrüche oder Prellungen, die gerade im Alter nicht ungefährlich sind und Menschen in ihrer Mobilität zusätzlich einschränken. Mögliche Gefahrenquellen sind unter anderem Stolperfallen wie Stufen oder Absätze, eine zu dunkle Beleuchtung sowie fehlende Haltegriffe.

Wir zeigen Ihnen mit der modernen Sturzprophylaxe, wie Sie Gefahrenquellen in Ihrem Zuhause erkennen und beseitigen. So wird das Wohnen im Alter für Sie sicherer und Sie können selbstbestimmt und ohne Stürze in Ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben.

→ Mehr zur Sturzprophylaxe

Staatliche Förderung von Wohnformen im Alter

Ob ambulanter Pflegedienst oder betreutes Wohnen: Pflegeleistungen werden allgemein durch die Pflegeversicherung finanziert, sobald einer der fünf Pflegegrade vorliegt. Zusätzlich gibt es einen Pflegekosten-Zuschuss, den Sie separat bei der Pflegeversicherung beantragen, sofern Umbaumaßnahmen nötig sind, um altersgerecht und barrierefrei zu leben. Wichtig: Auch der Pflegekosten-Zuschuss wird nur im Zusammenhang mit einem vorhandenen Pflegegrad gewährt.

Der Vorteil ist hierbei: Der Zuschuss für barrierefreie Umbaumaßnahmen wurde von 2.557 Euro auf bis zu 4.000 Euro pro Person angehoben. Auch Menschen mit Pflegegrad 1, das bedeutet Hilfsbedürftige mit einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, haben Anspruch auf diesen Zuschuss. Dieser Pflegekosten-Zuschuss greift in den meisten Fällen auch beim Einbau eines Treppenlifts.

→ Mehr über Treppenlift-Zuschüsse

Praxistipp: Smart Home im Alter

Senior sitzt zu Hause mit seinem Tablet

Für alle technikbegeisterten Seniorinnen und Senioren empfehlen wir ein Smart Home System. Dieses System vernetzt die Geräte Ihrer Wohnung mit Ihrem Smartphone und unterstützt Sie bei Ihren täglichen Aufgaben. So können Sie zum Beispiel Ihre Heizung oder das Licht über Ihr Smartphone steuern. Mit Smart Home Systemen erhöhen Sie Ihren Komfort und sparen Zeit, Wege und im besten Fall sogar Geld.

→ Mehr über Smart Home im Alter

Checkliste zum Wohnen im Alter

Wir haben Ihnen eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen zum Wohnen im Alter zusammengestellt. Damit können Sie Ihre aktuelle Situation hinterfragen und sich konkrete Gedanken zu Ihrer Wohnsituation machen. Wie möchten Sie im Alter wohnen? Mit dieser Checkliste finden Sie es heraus.

Familie & Freunde

  • Gibt es Angehörige oder Freunde in Ihrer Nähe?
  • In welchem Alter sind diese und sind sie gesund?
  • Haben Sie Angehörige oder Freunde, auf deren Hilfe Sie sich jederzeit verlassen können?
  • Würden diese Sie auch pflegen?
  • Sind hierfür Umzüge notwendig?

Nachbarschaft

  • Kann die benötigte Unterstützung auch durch Nachbarn erfolgen?
  • Ist es möglich, nachbarschaftliche Hilfe zu organisieren?
  • Würden Ihre Nachbarn Sie auch pflegen?
  • Wäre das für Sie auch vorstellbar?

Wohnraum

  • Ist Ihr Wohnraum für die Anforderungen im Alter geeignet?
  • Haben Sie Maßnahmen zur Sturzprophylaxe getroffen?
  • Sind hierfür Umbaumaßnahmen erforderlich?

Wohnformen

  • Haben Sie sich über alle möglichen Wohnformen in Ihrem Umkreis informiert?
  • Sind Sie sich der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Wohnformen bewusst?
  • Kennen Sie den jeweiligen finanziellen Aufwand für die unterschiedlichen Wohnformen?

Finanzierung im Alter

  • Wissen Sie, wie viel Geld Ihnen im Monat zur Verfügung steht?
  • Haben Sie Verwandte, die Sie im Notfall finanziell unterstützen können?

Fazit

Wohnen im Alter ist ein zentrales, aber unterschätztes Thema. Gerade Seniorinnen und Senioren möchten ihre Selbstständigkeit und Freiheit nicht verlieren. Sie wollen in ihrer gewohnten Umgebung alt werden, denn hier haben sie Nachbarn, Familie und Freundinnen und Freunde, die sie unterstützen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig** über die Wohnformen im Alter zu informieren und beraten zu lassen**. Ob Senioren-WG, betreutes Wohnen oder im eigenen Zuhause leben – Pflegedienste und Umbaumaßnahmen erleichtern Ihnen das selbstständige Wohnen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit selbstständigem Wohnen im Alter gemacht? Leben Sie in einem Mehrgenerationenhaus oder im betreuten Wohnen? Teilen Sie gerne Ihre Geschichte mit anderen Interessierten.

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