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Hausmittel in der Erkältungszeit - mit einfachen Mitteln die Gesundheit stärken

12 Min.

Man kennt das ja: Kaum werden die Tage länger, nimmt die Sorge zu, dass man sich erkälten könnte. Zum Glück kann man selbst sein Immunsystem auf Trab halten, indem man sich ein paar echte Naturtalente zur Unterstützung holt, die in keinem Haushalt fehlen sollten. In diesem Beitrag geben wir Ihnen ein paar Tipps für Hausmittel zur Hand, wie Sie gut durch die kalte Jahreszeit kommen und Ihr Immunsystem auf natürliche Weise stärken.

Bea Becher
Redakteurin Lifta GmbH

Tipp 1: Ingwer – auf diese Knolle freut sich das Immunsystem wie Bolle

Schon die Römer wussten Ingwer zu schätzen, den sie über die weit verzweigten Handelswege bezogen. Heute ist Ingwer nicht nur in der asiatischen Küche unersetzlich, sondern auch ein starker Verbündeter, wenn es darum geht, die Immunabwehr aufzubauen und auf die Erkältungszeit vorzubereiten. Denn Ingwer ist ein wahres Multitalent und bietet mehr als nur asiatische Aromen. Ingwer kann seine belebende Wirkung entfalten, weil er selbst Bakterien und Viren Paroli bietet. Darüber hinaus ist er durchblutungsfördernd und regt die Verdauung an. Er darf daher in keinem Haushalt fehlen, wenn es darum geht mit einfachen Mitteln Erkältungen vorzubeugen. Er kann aber auch bei einer vorhandenen Erkältung noch fiebersenkend und schmerzlindernd wirken. Vorausgesetzt er wird richtig zubereitet. Denn dabei gibt es ein bestimmtes Detail zu beachten.

Das 1x1 der Ingwerzubereitung

So holen Sie das Beste aus dem Ingwer heraus bzw. lassen es unter der Schale. Denn genau dort befinden sich die wichtigen Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Magnesium und Eisen, die Sie in der Erkältungszeit für Ihre Gesundheit brauchen. Wenn Sie also aus Ingwer einen Vitamincocktail machen wollen, dann sollten Sie die Schale so dünn wie nur möglich abschälen oder noch besser: den Ingwer mit Schale zubereiten. Dabei sollte der Ingwer in Bio-Qualität bei Ihnen im Einkaufskorb landen, sich fest anfühlen und mit einer glatten Haut versehen sein. Frischer Ingwer hält sich problemlos einige Wochen im Kühlschrank, wenn Sie ihn in Küchenpapier einwickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen. In dieser Zeit kann er Ihnen ein wichtiger Vitaminlieferant und die Basis für einen leckeren Gesundheitstee sein. Wie Sie den zubereiten, erzählen wir Ihnen jetzt.

Ingwertee einfach gemacht

Ingwertee lässt sich unter dieser Vorgabe schnell selbst machen, weil die Schale nicht mehr entfernt werden muss. Und so einfach geht’s:

Ingwertee mit Zitrone
  • Die Ingwerknolle kurz heiß abwaschen.
  • Schneiden Sie ein etwa daumendick großes Stück ab, das Sie anschließend in dünne Scheiben schneiden oder mit einer Raspel klein hobeln.
  • Nun kommt der Ingwer in eine Tasse und wird mit heißem Wasser übergossen und abgedeckt.
  • Nach zehn bis zwanzig Minuten kann er genossen werden. Wer möchte, kann ihn mit Zucker süßen oder mit einem weiteren Hausmittel, was nicht fehlen darf, wenn man sich gesund ernähren will: Die Rede ist natürlich von einem Schuss Honig, der gut zu einem Ingwertee passt.

Wenn man weiß, dass man einen empfindlichen Magen hat, sollte man sich dem Ingwer mit Vorsicht nähern. Denn die verdauungsfördernde Wirkung bedeutet auch, dass vom Körper mehr Magensäure gebildet wird. Das verträgt nicht jeder gleich gut.

Tipp 2: Wasser – trinken hält das Immunsystem im Fluss

Auch wenn das Durstempfinden nicht so groß ist wie im Sommer, regelmäßiges Trinken ist für das Immunsystem und für die generelle Gesundheit enorm wichtig. Wenn es geht, sollte man mindestens zwei bis drei Liter über den Tag verteilt trinken. Das muss nicht immer „nur“ Wasser sein, das kann auch ein leckerer Ingwertee sein, den man sich schnell und einfach selbst zu bereitet, wie Sie es schon im Abschnitt über Ingwertee als Hausmittel in der Erkältungszeit kennengelernt haben. Mit einem ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt im Körper ist das Immunsystem viel besser in der Lage, Krankheitserreger zu bekämpfen. Und eine Erkältung wird dadurch unwahrscheinlicher.

Tipp 3: Honig – der gute Zuckerersatz als Hausmittel gegen Entzündungen

Honig wussten auch schon die Griechen zu schätzen, denn das flüssige Gold sollte für die Unsterblichkeit verantwortlich sein. Aber schon der griechische Arzt Hippokrates, ja genau der mit dem hippokratischen Eid, hatte einen realistischen Blick auf die Heilwirkung von Honig und verordnete seinen Patienten das wertvolle Bienenprodukt. Heute gehört Honig zu den beliebtesten Lebensmitteln in Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwas mehr als ein Kilo pro Jahr. Außerdem ist es eines der wahrscheinlich am besten untersuchten Lebensmitteln weltweit – mit erstaunlichen Talenten, die besonders gut bei der Wundheilung und zusätzlich bei Entzündungen zum Einsatz kommen. Das Hausmittel Honig hat nachweislich eine antibakterielle Wirkung und erzielt bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen bessere Ergebnisse als viele Antibiotika.

Volle Bienen-Power für das Immunsystem

Honig ist nicht nur einfach Honig, denn durch die natürliche Produktion der Bienen kommen über 200 verschiedene Inhaltsstoffen hinein, die man für seine Gesundheit einsetzen kann – und das nicht nur in der Erkältungszeit. Zu den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen zählen bestimmte Enzyme, Proteine und sekundäre Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoiden. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Honig ist aber nicht alles, was er kann und was ihn zu einem Superlebensmittel, zu einem sogenannten Superfood macht. Seine Inhaltsstoffe haben es in sich:

  • Er ist für den Körper ein wichtiger Energielieferant. Denn die Hauptbestandteile dieses Superfoods sind Frucht- und Traubenzucker, die unsere Körperzellen schnell mit Energie versorgen.
  • Er kommt bei Reizhusten besser an als die üblichen Hustenmittel. Da Honig die Speichelproduktion anregt und sich schützend auf die gereizte Schleimhaut legt, kann er nächtliche Hustenanfälle lindern und für einen ruhigeren und erholsamen Schlaf sorgen.
  • Er enthält Mineralstoffe und wichtige Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium und Eisen, die ein geschwächtes Immunsystem bei einer Erkältung stärken können. Darüber hinaus findet man im Honig u. a. noch Vitamin B1 und Vitamin C sowie Aminosäuren, die Bausteine des Lebens.

Eine der teuersten Honigsorten wird auch von der Schulmedizin zur Wundbehandlung eingesetzt, denn der aus Neuseeland stammende Manuka-Honig könnte eine Lösung gegen antibiotikaresistente Krankenhauskeime sein. Manuka-Honig können Sie natürlich auch essen und damit zum Beispiel Ihren Tee versüßen. Allerdings ist das Vergnügen nicht ganz billig: Der durchschnittliche Kilogrammpreis dieses Wunder-Honigs lag im November 2019 bei 250 Euro.

Doch wie machen die Bienen den Honig?

Honig wird durch Bienen „produziert“. Diese sammeln Blütennektar, helfen nebenbei den Pflanzen beim Bestäuben, und versetzen ihn schließlich mit Enzymen. Zurück im Bienenstock wird der Honig in Waben eingelagert und verschlossen. Ist der Honig reif, muss der Imker die Waben in einer Zentrifuge geben, damit der Honig schonend herausgeschleudert werden und abgefüllt werden kann.

Wenn ein Honig einen bestimmten Namen trägt, dann den der Pflanzen und Blüten von denen er stammt, wie zum Beispiel der oft goldgelbe und klare Akazienhonig.

Hell oder dunkel - die Qual der Honigwahl

Honig im Glas mit Lavendel

Im Handel finden sich über 100 verschiedene Honigsorten von unterschiedlicher Farbe und Konsistenz.

  • Honigsorten, die eine hellere Farbe haben, werden meist als lieblich und mild im Geschmack empfunden.
  • Dunklere Sorten werden oft als kräftig-würzig und als weniger süß beschrieben

Am Ende bleibt es jedem selbst überlassen, wie die heiße Milch mit Honig zu versüßen ist. Wichtig ist dabei nur, dass eine bestimmte Temperatur nicht überschritten wird. Diese liegt meist bei 40 °C – ist die Temperatur höher, zersetzen sich Enzyme und Vitamine. Der Honig ist zwar immer noch zum Süßen geeignet, verliert aber seine gesundheitsfördernde Wirkung.

Eine weitere wichtige Einschränkung bei der Verwendung von Honig als Nahrungsmittel ist das Alter. Bei Kindern unter einem Jahr besteht die Gefahr, dass über das Naturprodukt Honig Bakterien übertragen werden, die vom Immunsystem eines Kleinkindes noch nicht erkannt bzw. unschädlich gemacht werden können. Das kann unter Umständen zu einer ernsthaften Erkrankung führen – dem sogenannten Säuglingsbotulismus.

Honig – das ideale Hausmittel bei Husten

Wer eine Erkältung schnell überwinden möchte, sollte viel trinken, um Schadstoffe besser auszuschwemmen und den eignen Zellen mit einem optimalen Wasserhaushalt Hilfe zu leisten. Auch dafür eignet sich Honig hervorragend. Er ist eine wirksame Alternative zu den üblichen Hustenmitteln, weil er Reizhusten nachweislich eindämmen kann. Hier sind Tee, heiße Milch oder heißes Zitronenwasser die idealen Begleiter für den Honig, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf auszugleichen. Gleichzeitig werden die Schleimhäute mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Bei der Zubereitung sollte man auf 250 ml Getränk etwa 1 Teelöffel seines favorisierten Honigs geben, aber erst, wenn Tee oder Milch auf unter 40 °C abgekühlt sind, da sonst die im Honig wirksamen und entzündungshemmenden Enzyme zerstört werden.

Gönnen Sie sich also öfter mal etwas Gutes und machen Sie sich einen leckeren Tee und süßen diesen nach einiger Zeit mit Ihrem Lieblingshonig.

Probieren Sie mal Thymiantee

In Kombination mit Thymiantee kann Honig seinen gesundheitsfördernden Effekt in der Erkältungszeit besonders gut entfalten. Zusammen wirken sie auf die Atemwege schleimlösend und mildern Krämpfe ab.

Tipp 4: Knoblauch – mit einem kräftigen Aroma Erkältungen bekämpfen

Korb mit Knoblauch

Knoblauch ist nicht nur ein wichtiges Gewürz in der Küche, sondern macht mit seiner gesundheitsfördernden Wirkung auch bei Erkältungen eine gute Figur. Die aromatische Knolle hat ihren Einfluss auf ein gesundes Leben sogar in medizinischen Studien unter Beweis gestellt. Der starke Effekt des Knoblauchs gegen Erkältungskrankheiten liegt an seinen Inhaltsstoffen, die ihn zu einem natürlichen Antibiotikum machen. Hauptverantwortlich dafür sind die Sulfide, die in ihm stecken.

Zusätzlich kann er noch reichlich Vitamin A, B und C sowie zahlreiche Mineralstoffe zur Stärkung der Immunabwehr beitragen. Die besten Eigenschaften holen Sie aus dem Knoblauch heraus, wenn Sie die Zehen schälen und sie roh zu sich nehmen. So können die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Eventuelle Konflikte in der Familie oder mit dem Partner wegen einer möglichen Geruchsbelästigung umgehen Sie geschickt, in dem Sie alle Haushaltsmitglieder zur Knoblauchzehen greifen lassen, denn dann findet man den Knoblauchgeruch nicht mehr so schlimm. Alternativ sollten Sie Knoblauch in der Erkältungszeit so oft es geht zum Kochen oder Braten nutzen. Auch in einem Salat machen sich Knoblauchzehen, in dünne Scheiben oder Streifen geschnitten, gut.

Sind Sie Teetrinker?

Wenn Sie Teetrinker sind, probieren Sie mal einen Knoblauchtee. Dafür halbieren Sie drei geschälte Knoblauchzehen und kochen diese anschließend in ca. 750 ml Wasser auf. Anschließend geben Sie noch ca. 100 ml Zitronensaft dazu. Damit wird Ihr Knoblauchtee zu einer Vitaminbombe. Dann können Sie den Tee abseihern.

Falls Ihnen das Getränk zu sauer ist, können Sie zum Süßen Honig nehmen.
Wenn Sie mit dem Geschmack oder dem Geruch hadern und trotzdem nicht auf die Kraft des Knoblauchs verzichten wollen, können Sie sich alternativ auch zu Knoblauchkapseln greifen. Allerdings sollten Sie sich hierbei im Klaren seien, dass diese nicht so stark wirken können wie eine frische und feste Knoblauchzehe.

Tipp 5: Zwiebelsaft – und die Bronchien atmen wieder auf

Eine Zwiebel hat man schnell zur Hand. Kein Wunder also, dass Zwiebelsaft eines der ältesten Hausmittel gegen Husten ist. Den kann man schnell selbst machen. Dafür einfach eine Küchenzwiebel schälen, in Würfel schneiden und mit Kandiszucker bei schwacher Hitze langsam aufkochen. Wenn der Sud abgekühlt ist, wird er durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter gesiebt. Der so gewonnene, selbstgemachte Hustensaft wird dann mit einem Teelöffel eingenommen.

Auf diese Weise gelangen ätherische Öle, schwefelhaltige Verbindung und sogenannte Flavonoide in den Körper und an die Bronchien, die in ihrer Kombination Keime abtötet und gegen Entzündungen wirken sollen. Eine weitere Möglichkeit, die Kraft der Zwiebel in der Erkältungszeit zu nutzen, ist, sie klein gewürfelt mit Honig zu mischen und den dabei entstehenden dickflüssigen Saft zu löffeln.

Wichtig

Unser Artikel über die wichtigsten Hausmittel in der Erkältungszeit ersetzt keinen Arzt. Wenn Sie neben den typischen Erkältungsanzeichen noch Fieber haben oder wenn der Husten nach einigen Tagen nicht besser wird, dann empfehlen wir Ihnen, Ihren Arzt bzw. Hausarzt aufzusuchen. Denn mit Hausmitteln kann man bei einer richtigen Grippe nicht viel ausrichten. Hier ist die moderne Medizin gefragt.

Was ist Ihr Hausmittel für die kalte Jahreszeit? Was tut Ihnen gut, wenn eine Erkältung sich abzeichnet? Vielleicht haben Sie noch den ein oder anderen Tipp für ein wohltuendes Hausrezept, das Sie mit uns teilen möchten? Wir sind gespannt und freuen uns über Ihren Kommentar.

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