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Was uns im Leben wirklich glücklich macht

9 Min.

"Ich habe beschlossen glücklich zu sein, weil es sehr förderlich für die Gesundheit ist."
– Voltaire

Glück und glücklich sein bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Daher gibt es nicht den einen Weg zum persönlichen Glück, sondern viele, die jeder für sich persönlich herausfinden muss. Wer glücklich ist, lebt gesünder, ist fröhlicher und strahlt Zufriedenheit aus. Doch was ist Glück eigentlich? Kann man Glück auch im Alter lernen?

Bea Becher
Redakteurin Lifta GmbH

Was ist Glück?

Die sogenannte Glücksforschung beschäftigt sich mit dem Thema Glück. Die Forscher teilen das Glück in Lebensglück und Zufallsglück auf. Wo ist denn da der Unterschied?
Das Zufallsglück lässt sich nicht beeinflussen, wie zum Beispiel ein Lottogewinn. Per Zufall wird man in einem Moment zum Glückpilz. Das Lebensglück hingegen kann jeder beeinflussen. Zum Beispiel durch sogenannte Glücklichmacher, zu denen wir später kommen.

Wir haben jeden Tag glückliche Momente. Es sind die kleinen Augenblicke, die uns zufrieden machen. Für einige von uns ist es ein Glück Zeit mit der Familie zu verbringen. Manch einer genießt es, in Ruhe im eigenen Garten einen spannenden Krimi zu lesen. Mit Freunden im Café oder am See zu sitzen und über Gott und die Welt zu reden, macht mich glücklich.

Was wir aus der Glücksforschung lernen können

Glückliches älteres Paar tanzt gemeinsam

Wie sieht es eigentlich mit dem Glück in anderen Ländern aus?
Wissenschaftsorganisationen erforschen das „Wohlbefinden“ in der ganzen Welt. Bei den Grundvoraussetzungen für ein glückliches Leben sind sich die Forscher einig. Körperliche und seelische Gesundheit, Freiheit, soziale Beziehungen, Selbstbestimmung und ein adäquates Einkommen gelten als Basis für ein erfülltes Leben.

Skandinavische Länder, Dänemark an der Spitze, gelten als die Glücklichsten. Deutschland steht auf der Liste im Mittelfeld. Anscheinend sind wir Deutschen eher misstrauisch und dem Glück gegenüber skeptisch. Dabei haben wir eigentlich keinen Grund dazu. Uns geht es im Vergleich zu anderen Ländern gut. Zeit, unsere Einstellung zu ändern. In vielen Ländern wird das Glück sogar von Staatsseite als hohes Gut angesehen. Das Himalaya-Königreich Bhutan legt beispielsweise nicht auf das Bruttoinlandsprodukt Wert, sondern das Bruttoglücksprodukt. Schaffen wir uns unser eigenes Bruttoglücksprodukt! Es kommt auf die persönliche Perspektive an und wie wir mit Situationen umgehen. Zum Beispiel ärgern wir uns oft, wenn es in Strömen regnet und öffnen genervt den Regenschirm. Kinder hingegen freuen sich über den Regen und hüpfen fröhlich durch die Pfützen. Glücklich sein ist eine Einstellungssache!

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen. – Anthony de Mello

Familie, Freunde und Bekannte machen glücklich

Der Unterschied zwischen glücklichen und unglücklichen Menschen liegt oft im Sozialleben begründet. Wir Menschen haben das Bedürfnis uns auszutauschen. Ob mit der Familie beim Abendbrot, mit den Nachbarn im Hausflur oder mit dem Postboten an der Gartenpforte. Hierbei kommt es nicht auf die Anzahl, sondern auf die Qualität der Beziehung an.

Erfahrungen machen glücklicher als Besitztümer

Geld löst einen Teil der Sorgen im Alltag. Doch wie heißt es so schön im Volksmund: Geld allein macht nicht glücklich. Reisen, Theaterbesuche, mit dem Partner Essen gehen, Zeit mit Freunden verbringen, beglücken uns mehr, als viel Geld zu besitzen.

Das sagt der Experte:

"Wenn du dir etwas Gutes tun möchtest, investiere dein Geld häufiger in Erlebnisse und Erfahrungen als in den Erwerb von Besitztümern."

Peggy Long, Buch: Miss Optimist: Glück ist (k)ein reiner Zufall


Ein weiteres, erfüllendes Gefühl kann die Hilfsbereitschaft sein. Wir müssen uns irgendwann alle im Leben mit schwierigen Situationen oder veränderten Lebensbedingungen beschäftigen. Wichtig für unser Glücklich sein ist, wie gut wir uns an veränderte Lebensbedingungen und neue Probleme anpassen können. Den Umgang mit schwierigen Situationen lernen wir mit der Zeit.

Als ich gestern nach Feierabend im Zug saß, setzte sich eine junge Frau neben mich und fing plötzlich an zu weinen. Ich reichte ihr ein Taschentuch und fragte, ob ich ihr helfen könne. Sie erzählte, dass sie mit 8 Jahren erkrankte und mit der Zeit nach und nach weiter erblinden wird. Gestern hatte sie erfahren, dass sie nun einen Blindenstock braucht. Einen Großteil ihrer Selbstständigkeit zu verlieren, ist für sie fürchterlich. Dennoch hat sie Glück im Unglück. Ihre beste Freundin begleitet sie zu ihrem Blindenkurs und gibt ihr Halt. Sie lächelte: „Ich darf ihr auch die Augen verbinden, damit sie weiß, wie es mir geht.“
Wir verbrachten den Rest der Fahrt damit, positive Dinge an ihrer Erblindung zu finden und das gelang uns sogar auch. Mit getrockneten Tränen und einem Lächeln stieg sie aus. So habe ich gestern wieder die Erfahrung gemacht, dass ein wenig Optimismus das Selbstwertgefühl stärkt und das Empfinden von Glück maßgeblich beeinflusst.

Welche Glückssaboteure gibt es?

Lassen Sie sich Ihr Glück nicht durch Glückssaboteure nehmen! Glückssaboteure können beispielsweise Menschen in Ihrer Umgebung sein, die Ihnen die Energie rauben.

Das sagt der Experte:
"Umgib dich mit glücklichen Menschen, dann steigt auch deine Wahrscheinlichkeit glücklicher zu werden."
www.gluecksdetektiv.de

Doch nicht nur die Mitmenschen, auch negative Gedankenmuster und Glaubenssätze hemmen Ihr Glücksgefühl. Wer sich ständig seine Schwächen vor Augen führt, erschafft schlechte Stimmung und sabotiert dadurch sein eigenes Wohlbefinden. Negative Emotionen wirken sich auf Ihren Körper aus. Neid, zum Beispiel, macht traurig, wütend und senkt das Selbstvertrauen. Nutzen Sie Neid lieber als Ansporn und seien Sie dankbar für das, was Sie haben. Die optimistische Denkweise macht zufriedener und erfolgreicher. Ein weiterer Saboteur ist Stress. Was Sie gegen Stress und für mehr Gelassenheit unternehmen können, erfahren Sie im Artikel Weg zur Entspannung und Gelassenheit.
Positives und Negatives existieren gleichzeitig und unabhängig voneinander. Negative Gefühle gehören zum Leben dazu. Es kommt auf das Verhältnis von positiven und negativen Emotionen an und wie wir damit umgehen.

Glücklichmacher

Glück und Gesundheit hängen eng zusammen. Stimmt das Wohlbefinden, wird das Immunsystem gestärkt. Sind wir glücklich, bildet unser Körper weniger Stresshormone, unser Blut ist generell dünner und das reduziert das Risiko an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken. Glücklichmacher helfen uns dabei, unser Glück aktiv zu beeinflussen.

Welche Glücklichmacher gibt es? Die nachfolgende Aufzählung macht das Prinzip der Glücklichmacher deutlich: Wir selbst haben den größten Einfluss auf unser Glück!

Glücklichmacher

Großeltern und Enkelkind lachen gemeinsam
  • Selbstakzeptanz: Ich finde mich richtig gut
  • Soziale Beziehungen: Familie, Partner und Freunde
  • Freunde sind die Familie, die man sich aussucht. Feiern Sie mit Freunden Ihre Erfolge, Feste und Geburtstage. Freunde fangen Sie in Krisen auf und spenden Ihnen Trost, wenn er nötig ist. Selbst peinliche Geschichten entwickeln sich mit Freunden zu spaßigen Anekdoten.
  • Lebenssinn: Wie fülle ich meine Zeit sinnvoll, was möchte ich erreichen?
  • Sport: Regelmäßige sportliche Betätigung
  • Persönliche Weiterentwicklung: zum Beispiel eine Fremdsprache lernen
  • Ich bin meines Glückes Schmied: Ich kann mein Glück aktiv beeinflussen
  • Dankbarkeit: Ich bin dankbar für meine Familie, Freunde und Bekannte. Dankbarkeit ist mehr als nur Höflichkeit. Sie kommt von innen, kann durch ein bloßes Lächeln oder eine Umarmung zum Ausdruck gebracht werden und fördert das Wohlbefinden.

Glück sammeln

Älteres Paar sitzt im Herbst auf einem Steg

Mit einigen Übungen schulen wir unsere Wahrnehmung für die schönen Augenblicke im Leben und trainieren unser Glück. Trainieren Sie Ihr Glücksgefühl mit diesen 3 Übungen:

  • Glückstagebuch: Sammeln Sie positive Momente in Ihrem persönlichen Tagebuch. Notieren Sie drei Dinge, für die Sie dankbar sind, Ihren Erfolgsmoment (dies können auch Kleinigkeiten sein). Mehr Anregungen finden Sie in unserem Artikel Tipps für gute Laune.
  • Achtsamkeit lässt sich leicht in den Alltag einbauen, entschleunigt das Leben und fördert die Gesundheit. Mit Achtsamkeitsübungen nehmen Sie das wahr, was um Sie herum passiert. Erleben Sie jeden Moment bewusst. Eine einfache Achtsamkeitsübung ist „Glück in der Hosentasche“: Stecken Sie einige Steinchen in Ihre rechte Hosen- oder Jackentasche. Immer wenn Sie etwas Positives erleben, sehen oder hören, nehmen Sie ein Steinchen ganz bewusst aus der Hosentasche und stecken es in die linke Hosen- oder Jackentasche. Am Ende des Tages schauen Sie nach, wie viele Glücksmomente Sie erlebt haben und machen sich diese bewusst. So üben Sie sich in Achtsamkeit und im Wahrnehmen von Glück und trainieren Ihr Bewusstsein für das Positive.
  • Zufällige Aktionen der Freundlichkeit: Ein Kompliment, eine aufgehaltene Tür, ein Einkaufsmitbringsel, ein Lächeln oder freundliches „Guten Morgen“ – kleine Aktionen der Freundlichkeit heben nicht nur die Laune anderer Menschen, sondern auch Ihre eigene.

Glücksinspiration

Marienkäfer auf Gänseblümchen

Glück ist …
… sich an den kleinen Dingen zu erfreuen.
… die ersten Erdbeeren im Jahr zu naschen.
… dort, wo man Glück schenkt.
… in ein Stück duftenden, noch warmen Kuchen zu beißen.
… einen Schmetterling / Marienkäfer zu beobachten.
… sich von der Sonne die Nase kitzeln zu lassen.
… das Lieblingslied im Radio zu hören und laut mitzusingen.
… überall kleine Wunder zu entdecken.
… am Abend dankbar auf den Tag zurückzublicken.
…über Missgeschicke mit Freunden lachen.
… mit der Familie sein Lieblingsessen verspeisen.
… zu vergeben.
…neugierig zu sein.
…mit kleinen Kindern Gänseblümchenketten zu basteln.

Glück kann man lernen

Älteres Paar macht gemeinsam Seifenblasen

Unsere Einstellung zum Glück beeinflusst, wie viele glückliche Momente wir erleben. Glück hängt nicht davon ab, wer Sie sind oder was Sie besitzen; es hängt nur davon ab, was Sie denken. Halten wir uns für Glückspilze, nehmen wir mehr glückliche Zufälle wahr, als wenn wir uns für Pechvögel halten.
Mit einer positiven Haltung und einer ordentlichen Portion Humor lebt es sich einfacher und glücklicher. Und wenn es einmal regnet, einfach durch Pfützen springen oder im Regen tanzen. Die nächsten Sonnenstrahlen kommen bestimmt.

Was bedeutet Glück für Sie? Kennen Sie noch empfehlenswerte Artikel zu dem Thema? Teilen Sie Ihre Gedanken und Erfahrungen mit uns in den Kommentaren oder auf Facebook!

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