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Sicheres Auf- und Abfahren bezeichnet beim Rollstuhllift den gefahrlosen Ablauf vom Auffahren auf die Plattform über die Fahrt bis zum Verlassen auf der Zielebene. Es umfasst alle Maßnahmen, die verhindern, dass der Rollstuhl wegrollt, kippt oder die Plattform unkontrolliert verlässt. Dazu gehören Auffahrrampe, Rollstuhlsicherung und Plattformgeländer, die zusammen einen geschützten Fahrraum bilden.
Sicheres Auf- und Abfahren ist damit ein praktisches Kernthema für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer - im Alltag oft wichtiger als jede Norm.
Sicheres Auf- und Abfahren beginnt schon vor der Fahrt. Sie rollen über die abgesenkte Auffahrrampe auf die Plattform, bis der Rollstuhl mittig auf dem Rollstuhlstellplatz steht. Anschließend schließen sich die Auffahrklappe und die seitlichen Bügel. Erst wenn alles gesichert ist, lässt sich die Fahrt über die Totmannsteuerung starten - sie hält nur, solange Sie die Taste gedrückt halten.
Mehrere Komponenten greifen ineinander. Das Plattformgeländer umschließt den Stellplatz, der Überfahrbügel verhindert das Wegrollen nach vorn, und die Rollstuhlrückhaltevorrichtung sichert nach hinten. Zusammen bilden sie einen geschlossenen Raum, in dem der Rollstuhl auch bei Schräglage an der Treppe stabil bleibt. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Sitzlift, bei dem die Person den Rollstuhl verlässt und sich anschnallt.
Praxis-Tipp: Achten Sie darauf, dass die Zielebene schwellenfrei ist. Erst wenn die Plattform bündig an der oberen Ebene steht und die Klappe sich absenkt, sollten Sie ausfahren. Eine gute Planung sorgt dafür, dass keine Stufe oder Schwelle den Übergang erschwert - das Thema Schwellenfreiheit gehört deshalb von Anfang an mitgedacht.
Moderne Lifte überwachen den Vorgang mit Sensoren. Eine Hinderniserkennung stoppt die Fahrt, wenn unter der Plattform ein Gegenstand liegt. Wer Unterstützung möchte, kann den Lift auch mit einer Begleitperson nutzen - mehr dazu unter Begleitperson-Sicherheit. Selbstständige Nutzung bleibt aber das Ziel.
Die meisten Unsicherheiten beim Rollstuhllift entstehen nicht während der Fahrt, sondern beim Auf- und Abfahren. Eine zu steile Rampe, eine fehlende Rückhaltevorrichtung oder eine Schwelle am Ausstieg können das selbstständige Nutzen erschweren oder gefährlich machen. Wer diese Punkte vor dem Kauf klärt, gewinnt Sicherheit im Alltag.
Für Sie bedeutet ein durchdachtes Auf- und Abfahren echte Selbstständigkeit: Sie sind nicht auf fremde Hilfe angewiesen und können den Lift jederzeit allein bedienen. Genau das macht den Unterschied zwischen einer technischen Lösung und gelebter Barrierefreiheit aus.
Ja, das ist der Regelfall. Die Plattform ist so gestaltet, dass Sie selbstständig auffahren, sich sichern und wieder ausfahren. Die Totmannsteuerung bedienen Sie dabei selbst. Eine Begleitperson ist nicht zwingend nötig.
Dafür sorgen Überfahrbügel, Auffahrklappe und die Rollstuhlrückhaltevorrichtung. Sie schließen sich vor der Fahrt und halten den Rollstuhl in Position. Erst wenn alles gesichert ist, beginnt die Fahrt.
Das Auffahren selbst bleibt gleich, weil die Plattform an der Halte- und Zielstelle immer waagerecht steht. Die Kurvenschiene Plattformlift gleicht den Verlauf während der Fahrt aus, sodass der Rollstuhl stabil steht.
Dann startet der Lift nicht. Eine Sicherheitsabschaltung verhindert die Fahrt, solange Klappe oder Bügel nicht korrekt verriegelt sind. So ist ausgeschlossen, dass die Plattform mit ungesichertem Rollstuhl losfährt.
Idealerweise ist der Ausstieg schwellenfrei geplant. Achten Sie darauf, dass die Plattform bündig an der Zielebene steht, bevor Sie ausfahren. Das Thema Schwellenfreiheit sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Sie kann unterstützen, ist aber meist nicht erforderlich. Wenn eine Begleitperson dabei ist, gelten eigene Hinweise zur sicheren Bedienung, die unter Begleitperson-Sicherheit beschrieben sind.
Am besten erleben Sie das Auf- und Abfahren einmal selbst. Bei einer Beratung zeigen wir Ihnen, wie sich die Plattform sichern lässt und worauf Sie an Ihrer Treppe achten sollten - damit Sie sich von Anfang an sicher fühlen.
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