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Der Pflegekassenzuschuss beim Rollstuhllift ist ein gesetzlicher Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, den die Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlt, wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt. Er senkt die Kosten für einen Plattformlift oder Hublift spürbar und ist unabhängig vom Einkommen. Voraussetzung ist, dass der Lift die Mobilität im eigenen Wohnumfeld ermöglicht oder erleichtert.
Der Pflegekassenzuschuss beruht auf § 40 Abs. 4 SGB XI und fördert sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Ein Rollstuhllift zählt eindeutig dazu, weil er Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern ermöglicht, Etagen oder Stufen im eigenen Zuhause selbstständig zu überwinden. Je Maßnahme zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro. Dieser Betrag ist ein echter Zuschuss und kein Kredit – er muss nicht zurückgezahlt werden und ist unabhängig vom Einkommen.
Entscheidend ist ein anerkannter Pflegegrad von 1 bis 5. Bereits Pflegegrad 1 berechtigt zum vollen Zuschuss; der Grad bestimmt nicht die Höhe, sondern nur die grundsätzliche Anspruchsberechtigung. Liegt noch kein Pflegegrad vor, lässt sich dieser bei der Pflegekasse beantragen. Der Zuschuss greift sowohl für einen Plattformlift an der Treppe als auch für einen Hublift im Eingangsbereich.
Beim Rollstuhllift fällt der Zuschuss oft stärker ins Gewicht als beim klassischen Sitz-Treppenlift, weil ein Plattformlift durch die größere Plattform und die rollstuhlgerechte Auffahrt in einer höheren Preisklasse liegt. Der Festbetrag von 4.180 Euro deckt damit zwar einen kleineren prozentualen Anteil, bleibt aber ein wichtiger Baustein. Wichtig: Der Zuschuss gilt für die private Wohnung. Für Rollstuhllifte in öffentlichen Gebäuden greifen andere Förderwege.
Praxis-Tipp: Stellen Sie den Antrag immer, bevor Sie den Auftrag erteilen. Wird der Lift bereits eingebaut, bevor die Pflegekasse entschieden hat, kann der Zuschuss verloren gehen. Ein Kostenvoranschlag für den Förderantrag bildet die Grundlage der Bewilligung.
Ein Rollstuhllift ist eine größere Investition, und der Pflegekassenzuschuss reduziert den Eigenanteil erheblich. Wer ihn nicht beantragt, verschenkt bares Geld – denn anders als ein Kredit muss dieser Zuschuss nie zurückgezahlt werden. Gerade weil die Beantragung vor Auftragsvergabe erfolgen muss, lohnt es sich, die Förderung von Anfang an in die Planung einzubeziehen.
Der Zuschuss lässt sich außerdem mit weiteren Förderwegen kombinieren. Wer ihn geschickt mit KfW-Mitteln oder einem Steuervorteil verbindet, kann die Gesamtbelastung deutlich senken.
Die Pflegekasse zahlt bis zu 4.180 Euro je wohnumfeldverbessernder Maßnahme. Leben mehrere anspruchsberechtigte Personen mit Pflegegrad im selben Haushalt, kann sich der Betrag auf bis zu 16.720 Euro erhöhen. Der Zuschuss ist einkommensunabhängig.
Bereits ein anerkannter Pflegegrad 1 reicht aus, um den vollen Zuschuss zu erhalten. Die Höhe des Pflegegrads beeinflusst die Zuschusshöhe nicht. Liegt noch kein Pflegegrad vor, sollten Sie diesen zuerst beantragen.
Nein. Der Pflegekassenzuschuss ist ein echter Zuschuss und kein Darlehen. Er muss weder verzinst noch zurückgezahlt werden, solange die Voraussetzungen erfüllt sind und die Maßnahme tatsächlich durchgeführt wird.
Immer vor der Auftragsvergabe und vor Beginn des Einbaus. Stellen Sie den Antrag bei der Pflegekasse mit einem Kostenvoranschlag. Wird der Lift vor der Entscheidung eingebaut, riskieren Sie den Verlust des Zuschusses.
Ja. Sowohl ein Plattformlift an der Treppe als auch ein Hublift im Eingangsbereich gelten als wohnumfeldverbessernde Maßnahme, sofern sie die Mobilität der pflegebedürftigen Person verbessern.
Ja. Der Pflegekassenzuschuss lässt sich mit KfW-Mitteln, dem Steuervorteil und je nach Situation mit der Eingliederungshilfe kombinieren. Die Kombinierbarkeit von Fördermitteln sollten Sie vorab klären.
Welche Förderung für Ihre Situation am meisten herausholt, hängt von Pflegegrad, Wohnsituation und Lifttyp ab. In einem persönlichen Gespräch klären wir, wie Sie den Pflegekassenzuschuss optimal mit weiteren Zuschüssen über die Krankenkasse verbinden. So bleibt Ihr Eigenanteil so gering wie möglich.
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