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Die Nachrüstung beim Rollstuhllift bezeichnet den nachträglichen Einbau eines Plattformlifts oder Hublifts in ein bereits bestehendes Gebäude, das ursprünglich nicht barrierefrei geplant war. Sie macht Wohnungen, Häuser und öffentliche Gebäude ohne aufwendigen Umbau für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer zugänglich. Moderne Rollstuhllifte sind gezielt für die Nachrüstung im Bestand entwickelt.
Gerade in älteren Bestandsgebäuden ist die Nachrüstung oft die einzige praktikable Lösung, um Stufen und Treppen ohne großen Eingriff zu überwinden. Welche Variante passt, klärt die Vor-Ort-Beratung.
Die meisten Gebäude in Deutschland wurden gebaut, bevor Barrierefreiheit ein Thema war. Eine Nachrüstung bringt den Rollstuhllift genau dorthin, wo er gebraucht wird - an die Innentreppe, in den Eingangsbereich oder an eine Außentreppe. Der große Vorteil: Es muss kein neuer Schacht gemauert und keine Etage umgebaut werden. Der Plattformlift wird über sein Schienensystem an Stufen oder Wand befestigt, der Hublift auf einer vorbereiteten Fläche aufgestellt. Für Sie bedeutet das spürbar mehr Selbstständigkeit, ohne Ihr Zuhause aufgeben zu müssen.
Moderne Plattformlifte sind so flexibel, dass sich nahezu jede Treppe nachrüsten lässt. Bei einer geraden Treppe ist die Nachrüstung besonders einfach. Aber auch eine kurvige Treppe ist kein Hindernis: Eine maßgefertigte Kurvenschiene folgt jeder Biegung. Wo der Platz für einen Plattformlift fehlt, ist der Hublift im Außenbereich oft die passende Nachrüstlösung für wenige Stufen.
Anders als beim Hauslift, bei dem im Neubau oft ein Schacht von Beginn an mitgeplant wird, setzt die Rollstuhllift-Nachrüstung bewusst auf minimale Eingriffe in vorhandene Bausubstanz. Im Vergleich zum klassischen Treppenlift mit Sitz bleiben Sie beim nachgerüsteten Rollstuhllift in Ihrem Rollstuhl sitzen - das Umsetzen entfällt.
Praxis-Tipp: Prüfen Sie vor der Nachrüstung mögliche Fördermittel. Pflegekasse, KfW und im beruflichen Kontext die Eingliederungshilfe bezuschussen barrierereduzierende Maßnahmen im Bestand oft erheblich - das senkt Ihren Eigenanteil deutlich.
Die Nachrüstung entscheidet darüber, ob Sie in Ihrem gewohnten Zuhause bleiben können oder über einen Umzug nachdenken müssen. Für viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist sie der Schlüssel, um Treppen wieder selbstständig zu überwinden und ihre Selbstbestimmung zu bewahren. Da sie ohne großen Umbau auskommt, ist sie meist schneller und günstiger umsetzbar als ein kompletter barrierefreier Umbau.
Wichtig ist, früh zu prüfen, welche Lift-Variante zu Ihrem Gebäude passt und welche Genehmigungen nötig sind - etwa in einer Mietwohnung oder Eigentümergemeinschaft. So vermeiden Sie Verzögerungen und planen die Nachrüstung von Anfang an realistisch.
Nahezu jedes. Plattformlifte folgen dem vorhandenen Treppenverlauf und lassen sich auch an engen oder kurvigen Bestandstreppen montieren. Wo der Platz nicht reicht, ist oft ein Hublift im Außenbereich die Lösung. Ob Ihr Gebäude geeignet ist, klärt die Vor-Ort-Beratung.
In der Regel nicht. Der Plattformlift wird über sein Schienensystem an Stufen oder Wand befestigt, der Hublift auf einer vorbereiteten Fläche aufgestellt. Ein neuer Schacht oder ein größerer Umbau ist beim Rollstuhllift meist nicht erforderlich.
Die reine Montage ist oft an einem oder wenigen Tagen erledigt. Mehr Zeit beansprucht die Vorlaufphase mit Aufmaß und Fertigung der maßgefertigten Schiene. Die genaue Dauer hängt vom Lifttyp ab - mehr dazu unter Einbauzeit.
Ja. Pflegekasse, KfW und je nach Situation die Eingliederungshilfe fördern barrierereduzierende Maßnahmen im Bestand. Diese Zuschüsse können den Eigenanteil deutlich senken. Den genauen Weg klären Sie am besten vor der Bestellung.
Grundsätzlich ja, allerdings benötigen Sie die Zustimmung des Vermieters. In Eigentümergemeinschaften ist meist ein Beschluss erforderlich. Diese Punkte gehören frühzeitig in die Planung.
Nachgerüstete Rollstuhllifte lassen sich in der Regel rückstandsarm wieder demontieren. Der spätere Rückbau sollte bereits bei der Nachrüstung bedacht werden, besonders in Mietobjekten.
Ob sich Ihr Gebäude für eine Nachrüstung eignet und welche Lift-Variante am besten passt, zeigt sich am klarsten direkt vor Ort. Lassen Sie Ihre Situation unverbindlich prüfen und erfahren Sie, wie Sie Ihr Zuhause ohne großen Umbau barrierefrei machen.
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