(24 Std. täglich, kostenlos)
Ein Steuervorteil entsteht, wenn Sie die Kosten für einen Hauslift in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen – meist als außergewöhnliche Belastung oder über den Steuerbonus für Handwerkerleistungen. Beim Hauslift fallen wegen der hohen Anschaffungs- und Einbaukosten oft beträchtliche Beträge an, die sich steuerlich auswirken können. Wichtig: Der Steuervorteil ersetzt keine Förderung, sondern senkt nachträglich Ihre Steuerlast auf den selbst getragenen Anteil.
Krankheits- und behinderungsbedingte Umbauten können als außergewöhnliche Belastung nach Paragraf 33 EStG geltend gemacht werden. Beim Hauslift ist das möglich, wenn der Einbau medizinisch notwendig ist, also etwa durch eine Gehbehinderung. Sie tragen die Kosten zunächst selbst und setzen sie in der Steuererklärung an. Das Finanzamt zieht eine zumutbare Eigenbelastung ab, die sich nach Einkommen und Familienstand richtet – nur der darüber liegende Teil mindert die Steuer.
Alternativ oder ergänzend kommt der Steuerbonus für Handwerkerleistungen nach Paragraf 35a EStG in Betracht. Hier sind 20 Prozent der reinen Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten absetzbar, höchstens 1.200 Euro im Jahr – Materialkosten zählen nicht. Beim Hauslift sind das vor allem die Montage- und Einbauleistungen. Dieser Bonus gilt unabhängig von einer medizinischen Notwendigkeit, lässt sich aber nicht für denselben Betrag mit der außergewöhnlichen Belastung kombinieren.
Weil ein Hauslift mit Kabine, Liftschacht und Einbau deutlich teurer ist als ein Treppenlift, fällt auch der absetzbare Betrag größer aus – und die Aufteilung in Material- und Arbeitskosten wird wichtiger. Der Steuervorteil beim Treppenlift funktioniert nach denselben Paragrafen, betrifft aber kleinere Summen. Lassen Sie sich die Rechnung daher immer nach Arbeits- und Materialanteil aufschlüsseln.
Praxis-Tipp: Bitten Sie um eine Rechnung mit getrenntem Ausweis von Material- und Arbeitskosten und zahlen Sie per Überweisung. Barzahlungen erkennt das Finanzamt für den Handwerkerbonus nicht an.
Beim Hauslift bleibt nach allen Zuschüssen oft ein erheblicher Eigenanteil. Genau auf diesen selbst getragenen Teil können Sie den Steuervorteil anwenden und so einen Teil zurückholen. Bei den hohen Summen eines Hauslifts kann das mehrere hundert bis über tausend Euro ausmachen.
Wer den Steuervorteil nicht nutzt, verschenkt diese Möglichkeit. Wichtig ist nur die saubere Abgrenzung: Beträge, die bereits über KfW, Pflegekasse oder andere Töpfe bezuschusst wurden, dürfen Sie nicht zusätzlich absetzen. Eine Beratung zur Kombinierbarkeit der Fördermittel hilft, die Anteile korrekt zuzuordnen. Bei steuerlichen Fragen im Einzelfall ist ein Steuerberater die richtige Adresse.
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Bei medizinischer Notwendigkeit als außergewöhnliche Belastung, alternativ über den Steuerbonus für Handwerkerleistungen für die Arbeitskosten. Welcher Weg sich lohnt, hängt von Ihrer Einkommenssituation ab.
Außergewöhnliche Belastungen sind unvermeidbare, größere Kosten – zum Beispiel ein behinderungsbedingter Hauslift. Sie mindern die Steuer, soweit sie eine einkommensabhängige zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Das Finanzamt prüft die Notwendigkeit, oft mit ärztlichem Nachweis.
Über den Handwerkerbonus sind 20 Prozent der Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten absetzbar, höchstens 1.200 Euro pro Jahr. Materialkosten zählen nicht mit. Wichtig sind eine ordnungsgemäße Rechnung und die Zahlung per Überweisung.
Nein. Beträge, die bereits durch KfW, Pflegekasse oder andere Zuschüsse abgedeckt sind, dürfen Sie nicht ein zweites Mal von der Steuer absetzen. Steuerlich geltend machen können Sie nur den selbst getragenen Eigenanteil.
Für die außergewöhnliche Belastung verlangt das Finanzamt in der Regel einen Nachweis der medizinischen Notwendigkeit, etwa ein ärztliches Attest. Für den Handwerkerbonus ist kein Attest nötig, dort genügt die ordnungsgemäße Rechnung. Im Zweifel hilft ein Steuerberater weiter.
Die steuerlichen Regeln sind dieselben, doch beim Hauslift geht es um höhere Beträge, weil Kabine, Schacht und Einbau teurer sind. Dadurch fällt der absetzbare Anteil größer aus, und die Trennung von Material- und Arbeitskosten wird wichtiger. Beim Treppenlift sind die Summen kleiner.
Welcher Steuerweg sich für Ihren Hauslift lohnt, hängt von Ihrer Einkommenssituation und den bereits genutzten Zuschüssen ab. Wir zeigen Ihnen gern, wie Sie die Rechnung sinnvoll aufschlüsseln lassen und welche Förderungen vorrangig sind – die steuerliche Detailberatung übernimmt am Ende Ihr Steuerberater. So holen Sie das Maximum aus den hohen Hauslift-Kosten heraus.
→ Jetzt kostenlose Beratung anfragen | Alle Hauslift-Modelle im Überblick
Das könnte Sie auch interessieren: