(24 Std. täglich, kostenlos)
Der Hydraulikantrieb bewegt die Kabine eines Hauslifts mithilfe von Öldruck: Eine Pumpe presst Hydrauliköl in einen Zylinder, dessen Kolben die Kabine sanft nach oben schiebt. Beim Absenken lässt ein Ventil das Öl kontrolliert zurückfließen, sodass die Kabine ruhig und gleichmäßig nach unten gleitet. So überwinden Sie ganze Stockwerke leise und ohne ruckartige Bewegungen.
Im Hauslift ist der Hydraulikantrieb für sein weiches Fahrverhalten und seine hohe Tragkraft bekannt. Anders als beim Treppenlift, der einen Sitz entlang einer Schiene zieht, hebt der Hydraulikantrieb hier eine komplette Kabine senkrecht durch den Liftschacht.
Der Hydraulikantrieb arbeitet mit einem geschlossenen Ölkreislauf. Ein Elektromotor treibt eine Pumpe an, die Hydrauliköl unter Druck in einen Zylinder presst. Der Kolben im Zylinder schiebt die Kabine über den Liftschacht nach oben. Beim Herunterfahren öffnet ein Steuerventil, und das Öl fließt durch das Eigengewicht der Kabine kontrolliert zurück in den Tank. Dadurch braucht der Antrieb beim Absenken kaum Energie.
Man unterscheidet zwischen direkt und indirekt wirkenden Hydraulikantrieben. Beim direkten Antrieb drückt der Kolben die Kabine unmittelbar nach oben. Beim indirekten Antrieb überträgt ein Seil- oder Umlenksystem die Kraft, sodass der Zylinder kürzer ausfallen kann. Welche Variante passt, hängt von der Hubhöhe und den Platzverhältnissen im Liftschacht ab. In vielen Lifta-Hausliften sorgt zusätzlich ein Frequenzumrichter für einen weichen Sanftanlauf.
Praxis-Tipp: Wenn ein besonders leises Fahrgefühl für Sie wichtig ist, ist der Hydraulikantrieb oft die angenehmste Wahl. Er gleitet weich an und stoppt sanft, was vielen Menschen ein sicheres Gefühl gibt.
Beim Treppenlift kommt häufig ein Zahnstangenantrieb zum Einsatz, der einen Sitz entlang der Treppe zieht. Der Hauslift dagegen hebt eine ganze Kabine senkrecht – dafür eignet sich die Hydraulik besonders gut, weil sie große Lasten gleichmäßig bewegt. Vom klassischen Personenaufzug unterscheidet sich der hydraulische Hauslift durch geringere Geschwindigkeit und einfachere Genehmigung, da er der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der DIN EN 81-41 folgt.
Der Hydraulikantrieb arbeitet eng mit der Steuerungseinheit und der Fangvorrichtung zusammen. Fällt der Strom aus, lässt sich die Kabine über ein Notablassventil langsam auf die nächste Etage absenken – siehe Notablass. So kommen Sie auch im Ernstfall sicher heraus.
Der Antrieb bestimmt, wie sich Ihr Hauslift im Alltag anfühlt – wie leise, wie weich und wie zuverlässig er fährt. Ein Hydraulikantrieb punktet mit ruhigem Lauf und hoher Tragkraft, benötigt aber eine kleine Schachtgrube für Zylinder und Aggregat. Wer auf jeden Zentimeter Bautiefe achten muss, sollte das früh mit dem Berater klären.
Alternativen wie der Spindelantrieb oder der getriebelose Antrieb brauchen oft weniger Grube und Wartung. Welcher Antrieb für Ihr Haus der richtige ist, hängt von Bausituation, Budget und Komfortwunsch ab – ein Vergleich vor dem Kauf lohnt sich.
Eine Pumpe presst Öl in einen Zylinder, dessen Kolben die Kabine nach oben schiebt. Beim Absenken fließt das Öl durch das Gewicht der Kabine kontrolliert zurück. Dadurch fährt der Lift sehr weich und beim Herunterfahren nahezu stromlos.
Der Hydraulikantrieb gilt als besonders sanft und ruhig im Fahrverhalten. Das Aggregat lässt sich zudem schallgedämmt aufstellen. Ein gut entkoppeltes System ist im Wohnbereich kaum hörbar.
In den meisten Fällen ja, da Zylinder und Pumpe Platz unter der untersten Haltestelle benötigen. Eine flache Schachtgrube genügt aber oft. Ob sie nötig ist, prüft der Techniker beim Aufmaß vor Ort.
Hauslifte beginnen je nach Etagenzahl und Ausstattung meist im Bereich von rund 25.000 bis 50.000 Euro. Der Antrieb ist dabei nur ein Faktor neben Schacht, Kabine und Türsystem. Einen genauen Preis erhalten Sie über einen Kostenvoranschlag.
Über ein Notablassventil sinkt die Kabine langsam auf die nächste Etage, sodass Sie sicher aussteigen können. Viele Anlagen verfügen zusätzlich über eine Notstromversorgung und einen Notruf.
Der Servicetechniker prüft bei der jährlichen Wartung Ölstand, Dichtungen und Druck. Sie selbst müssen nichts tun. Ein Wartungsvertrag hält den Antrieb langfristig zuverlässig.
Ob ein Hydraulikantrieb zu Ihrem Haus und Ihren Platzverhältnissen passt, lässt sich am besten vor Ort klären. Unsere Berater schauen sich Ihre Bausituation an und erklären verständlich, welcher Antrieb für Sie der richtige ist – ganz ohne Verpflichtung.
→ Jetzt kostenlose Beratung anfragen | Alle Hauslift-Modelle im Überblick
Das könnte Sie auch interessieren: