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Ein Berufsgenossenschaft-Zuschuss ist eine Leistung der gesetzlichen Unfallversicherung, die einen Hauslift finanzieren kann, wenn ein Arbeits- oder Wegeunfall die senkrechte Erschließung der Wohnung erforderlich macht. Anders als die Pflegekasse zahlt die Berufsgenossenschaft ohne festen Höchstbetrag, solange der Lift der Teilhabe und Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben dient. Beim teureren Hauslift ist diese Förderung besonders wertvoll, weil sie auch hohe Beträge abdecken kann.
Die gesetzliche Unfallversicherung – getragen von den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen – leistet, wenn eine Behinderung Folge eines Arbeitsunfalls, eines Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit ist. Sie übernimmt dann im Rahmen der Wohnungshilfe und der Leistungen zur Teilhabe auch barrierefreie Umbauten. Beim Hauslift bedeutet das: Wer nach einem solchen Unfall im eigenen Haus mehrere Stockwerke nicht mehr ohne Lift überwinden kann, hat gute Chancen auf eine Förderung der senkrechten Erschließung.
Ein Hauslift überwindet mit einer Kabine ganze Geschosse und transportiert auch einen Rollstuhl samt Begleitung – ein wichtiger Punkt nach schweren Unfällen. Das macht ihn deutlich teurer als einen Treppenlift, der nur einer Treppe folgt. Gerade deshalb ist die Berufsgenossenschaft hier ein besonders starker Partner: Da sie ohne festen Höchstbetrag arbeitet, kann sie auch den hohen Investitionsrahmen eines Hauslifts decken, sofern er zur Wiedereingliederung erforderlich ist. Der vergleichbare Berufsgenossenschaft-Zuschuss beim Treppenlift folgt denselben Grundsätzen, aber mit kleinerem Kostenrahmen.
Die Förderung läuft meist über die sogenannte Wohnungshilfe und die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft. Die Berufsgenossenschaft prüft, ob ein Hauslift die geeignete und wirtschaftliche Lösung ist, und stimmt sich oft mit einem Reha-Berater ab. Ein detaillierter Kostenvoranschlag für den Förderantrag ist dafür unverzichtbar.
Praxis-Tipp: Beziehen Sie den Reha-Manager der Berufsgenossenschaft frühzeitig in die Planung ein. Er kann den Hauslift als Teil eines Gesamtkonzepts zur Wiedereingliederung bewerten – das stärkt Ihren Antrag erheblich.
Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall stehen Betroffene oft vor hohen Umbaukosten. Ein Hauslift ist die teuerste, aber bei mehreren Stockwerken oft einzige Lösung für echte Barrierefreiheit. Hier ist die Berufsgenossenschaft der mit Abstand großzügigste Träger, weil sie ohne gesetzlichen Höchstbetrag und mit dem klaren Ziel der vollständigen Wiedereingliederung leistet.
Wer übersieht, dass ein Unfall in den Zuständigkeitsbereich der Unfallversicherung fällt, beantragt womöglich nur den begrenzten Pflegekassenzuschuss und trägt den großen Rest selbst. Es lohnt sich daher, die Unfallursache früh zu prüfen und die Berufsgenossenschaft vor allen anderen Trägern anzusprechen.
Der Berufsgenossenschaft-Zuschuss ist eine Leistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Beim Hauslift übernimmt er die Kosten der senkrechten Erschließung, wenn ein Arbeits- oder Wegeunfall sie nötig macht. Im Unterschied zur Pflegekasse gibt es keinen festen Höchstbetrag.
Anspruch hat, wessen Behinderung Folge eines anerkannten Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit ist. Auch Schülerinnen, Studierende und ehrenamtlich Tätige sind über die Unfallkassen versichert. Entscheidend ist der anerkannte Versicherungsfall.
Nein. Die Berufsgenossenschaft zahlt, was zur Wiedereingliederung und Teilhabe erforderlich ist, und arbeitet nicht mit einem festen Höchstbetrag. Gerade beim teureren Hauslift ist das ein großer Vorteil. Voraussetzung bleibt, dass der Lift die geeignete und wirtschaftliche Lösung ist.
Sie wenden sich an die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse und melden den Bedarf im Rahmen Ihres Reha-Verfahrens. Ein ärztlicher Nachweis und ein Kostenvoranschlag gehören dazu. Der Reha-Berater begleitet das Verfahren in der Regel.
Da die Berufsgenossenschaft als vorrangiger Träger den Bedarf meist vollständig deckt, ist eine Kombination oft gar nicht nötig. Falls doch, lässt sich die Kombinierbarkeit von Fördermitteln prüfen. Doppelförderung für denselben Posten ist allerdings ausgeschlossen.
Die Pflegekasse zahlt einen festen Höchstbetrag pro Maßnahme und ist an einen Pflegegrad gebunden. Die Berufsgenossenschaft leistet unabhängig vom Pflegegrad, ohne Höchstbetrag, aber nur bei einem anerkannten Versicherungsfall. Bei einem teuren Hauslift ist die Berufsgenossenschaft daher meist die stärkere Quelle.
Ob Ihr Hauslift über die Berufsgenossenschaft förderfähig ist, hängt vom anerkannten Versicherungsfall ab – das klären wir gern gemeinsam mit Ihnen. Wir helfen Ihnen, den richtigen Träger anzusprechen und die nötigen Unterlagen zusammenzustellen. So gehen Sie den Förderweg von Anfang an in der richtigen Reihenfolge.
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