Rechts- und Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt auf Pflege, Teilhabe und Gerontologie
Prof. Dr. jur. Thomas Klie verbindet in seiner Arbeit rechtliche, sozialwissenschaftliche und gerontologische Perspektiven auf das Älterwerden. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, wie Selbstständigkeit, Teilhabe und Versorgung auch dann gesichert werden können, wenn Menschen im Alter auf Unterstützung angewiesen sind. Mit diesem fachübergreifenden Blick brachte er als unabhängiger Experte eine wichtige Perspektive in die Lifta Index-Studie und die Einordnung ihrer Ergebnisse ein.
Ich nehme die Übermittlung meiner personenbezogenen Daten an Youtube gemäß der Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.
Prof. Dr. jur. Thomas Klie ist Rechts- und Sozialwissenschaftler und habilitierte im Fach Gerontologie. Bis 2021 lehrte er als Professor an der Evangelischen Hochschule Freiburg und war Privatdozent an der Universität Klagenfurt/IFF Wien.
Seit 1989 leitet er das Forschungsinstitut AGP Sozialforschung sowie das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung in Freiburg und Berlin und arbeitet zudem als Rechtsanwalt. Dabei befasst er sich sowohl in der Forschung als auch in der Politikberatung mit Pflege, gesellschaftlicher Teilhabe und der Gerontologie.
Prof. Dr. Klie liest die Ergebnisse vor allem vor dem Hintergrund seiner langjährigen sozialwissenschaftlichen Arbeit. Die Lifta Index-Studie bestätigt für ihn, wie zentral Selbstständigkeit für das Älterwerden ist – und macht zugleich sichtbar, wie wenig die eigene mögliche Verletzlichkeit häufig mitgedacht wird. Aus seiner Sicht liegt darin ein zentraler eine der zentralen Herausforderungen des Älterwerdens: Unabhängigkeit soll möglichst lange erhalten bleiben, während Situationen, in denen Unterstützung notwendig werden könnte, oft ausgeblendet werden.
„Wir leben in mancher Hinsicht in einer alterslosen Altersgesellschaft. Die Verletzlichkeit des Alters wird tendenziell ausgeblendet.“ – Prof. Dr. Thomas Klie
Für Prof. Dr. Klie bedeutet Selbstbestimmung im Alter mehr, als möglichst lange ohne Hilfe auszukommen. Ebenso wichtig ist, ob Unterstützung überhaupt verfügbar ist, angenommen werden kann und Teilhabe auch unter veränderten Lebensbedingungen möglich bleibt. Verlässliche Beziehungen und passende Hilfen werden damit zu wichtigen Voraussetzungen für Autonomie.
„Die schwierigste Lektion ist, Abhängigkeit zu akzeptieren und darin möglicherweise auch besondere existenzielle Erfahrungen von Beziehung, von Sorge und von Zuwendung zu erhalten oder auch zu geben.“ – Prof. Dr. Thomas Klie
Ich nehme die Übermittlung meiner personenbezogenen Daten an Youtube gemäß der Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.
Wie die Lifta-Studie durchgeführt wurde und welche Datengrundlage den Ergebnissen zugrunde liegt, erfahren Sie auf unserer Methodik-Seite. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, können Sie die vollständige Lifta Index-Studie mit allen Ergebnissen und wissenschaftlichen Einordnungen herunterladen.