Psychologe und Alternsforscher mit Schwerpunkt auf dem Erleben und den Bedingungen des Älterwerdens
Als ausgewiesener Experte für Fragen des Älterwerdens beschäftigt sich Prof. Dr. Hans-Werner Wahl seit vielen Jahren damit, wie Menschen ihr Alter erleben und welche persönlichen und äußeren Bedingungen ein gutes Altern unterstützen. Diese langjährige Forschungserfahrung brachte er als unabhängiger Begleiter in die fachliche Einordnung der Ergebnisse unserer Lifta Index-Studie ein.
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl ist Psychologe, Seniorprofessor und Projektleiter am Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen die Bedingungen guten Alterns, das subjektive Erleben des Älterwerdens und die Psychologie der Hochaltrigkeit.
Auch international findet seine Forschung große Anerkennung. 2009 wurde er von der Gerontological Society of America mit dem M. Powell Lawton Award ausgezeichnet. Die renommierte Fachgesellschaft würdigt damit besondere wissenschaftliche Beiträge zur Gerontologie. Prof. Dr. Wahl gehört ihr zudem als Fellow an – ein Status, der seine fachliche Expertise und sein langjähriges Engagement in der Alternsforschung unterstreicht. Darüber hinaus ist er derzeit Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie.
Für Prof. Dr. Wahl macht die Studie vor allem sichtbar, wie vielfältig und zugleich widersprüchlich das Älterwerden heute erlebt wird. Menschen in der zweiten Lebenshälfte unterscheiden sich deutlich in ihren Voraussetzungen, Bedürfnissen und Erwartungen – ein einheitliches Bild vom „Alter“ greift daher immer weniger.
„Altern in Deutschland wird immer facettenreicher – und verlangt nach differenzierteren gesellschaftlichen Antworten und Angeboten.“ – Prof. Dr. Hans-Werner Wahl
Dabei richtet er den Blick nicht nur auf die persönliche Wahrnehmung des Älterwerdens. Auch Gesundheit, Wohnsituation, soziale Beziehungen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen, wie Menschen ihr Alter erleben und welche Möglichkeiten ihnen für ein selbstbestimmtes Leben offenstehen.
Gleichzeitig zeigen die Studienergebnisse für ihn, dass hohe Lebenszufriedenheit und Sorgen um die Zukunft durchaus nebeneinander bestehen können – etwa mit Blick auf mögliche Pflegebedürftigkeit oder Demenz.
„Für mich liegt gerade in diesem Nebeneinander ein Schlüssel zum Verständnis des heutigen Alterns: Positives und negatives Erleben existieren gleichzeitig – zusammen mit einem gut gefüllten ‚Rucksack‘ von Unsicherheiten.“ – Prof. Dr. Hans-Werner Wahl
Gerade dieser differenzierte Blick auf das Zusammenspiel von persönlichem Erleben und äußeren Lebensbedingungen macht Prof. Dr. Wahls fachliche Einordnung für die Studie besonders interessant.
Erfahren Sie mehr darüber, wie die Lifta-Studie durchgeführt wurde und auf welcher Datengrundlage die Ergebnisse beruhen. Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen und wissenschaftlichen Einordnungen steht Ihnen außerdem zum Download zur Verfügung.