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Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey

Medizinsoziologin und Gerontologin mit Fokus auf Alter, Gesundheit und die gesellschaftlichen Folgen des demografischen Wandels

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Expertenblick auf die Lifta Index-Studie

Wie verändert sich das Älterwerden, wenn Menschen heute deutlich länger leben als frühere Generationen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey seit vielen Jahren. Ihre Forschung verbindet medizinsoziologische und gerontologische Erkenntnisse mit Fragen zu Gesundheit, Versorgung und gesellschaftlichem Wandel. Bei der Einordnung der Ergebnisse unserer Lifta Index-Studie brachte sie genau diese Perspektive als Expertin ein.

Prof. Dr. Kuhlmey über die Bedeutung der Lifta Index-Studie

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Über Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey

Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey ist Medizinsoziologin und Gerontologin. Von 2002 bis 2024 leitete sie das Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Seit 2024 ist sie dort Seniorprofessorin. Ebenfalls seit 2024 gehört sie als Gründungsvorstand Wissenschaft zur Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem.

Zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören das Alter und Altern, die Folgen des demografischen Wandels sowie die Versorgung hochbetagter Menschen. Darüber hinaus war sie in mehreren Beratungsgremien tätig – unter anderem in Altenberichtskommissionen der Bundesregierung, im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und im Deutschen Ethikrat.

Längeres Leben, neue Anforderungen: Prof. Dr. Kuhlmey ordnet die Studienergebnisse ein

Aus ihrer langjährigen Forschung und mit Blick auf die Ergebnisse der Lifta Index-Studie erkennt Prof. Dr. Kuhlmey vor allem eine zentrale Entwicklung: Viele Menschen erleben sich heute länger als aktiv und leistungsfähig – zugleich bleibt die Vorbereitung auf mögliche Veränderungen im höheren Alter oft begrenzt.

Besonders deutlich wird dieser Gegensatz für sie beim Wohnen. Der Wunsch, möglichst lange im eigenen Zuhause zu bleiben, ist groß, während altersgerechte Anpassungen häufig erst spät eine Rolle spielen.

„‚Wohnen‘ und ‚Zuhause wohnen bleiben bis in höchste Lebensjahre hinein‘ sind nach wie vor die wesentlichen Ziele für den erwartbaren Altersabschnitt – Diesem ausgeprägten Wunsch steht jedoch gegenüber, dass nur eine Minderheit der Befragten ihre Wohnverhältnisse als uneingeschränkt altersgerecht einschätzt und ebenfalls nur eine Minderheit über konkrete Wohnraumanpassungen nachgedacht hat.“ – Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey

Für Prof. Dr. Kuhlmey ist die Resistenz von Rollenmustern und das lange Verharren in alten Vorstellungen vom Leben im Alter eine zentrale Erkenntnis der Lifta Index-Studie. Zwar erleben wir den demografischen Wandel, in vielen Bereichen des Lebens geht dieser bislang aber nicht mit einem entsprechenden Lebens- und Rollenwandel einher.

Noch immer orientieren wir uns weitgehend an der traditionellen Dreiteilung des Lebens: Kinder- und Jugendalter mit Ausbildung, Erwachsenenleben mit Arbeit und Familie und schließlich das Alter mit dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. Diese Einteilung wird einem Leben, das sich um Jahrzehnte verlängert hat, immer weniger gerecht.

Wesentliche Erkenntnisse der Lifta Index-Studie

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Mehr zur Lifta Index-Studie

Wenn Sie die Hintergründe zur Erhebung nachvollziehen möchten, finden Sie auf der Methodik-Seite alle Informationen zur Datengrundlage und Durchführung. Für einen umfassenden Blick auf die Ergebnisse und die wissenschaftlichen Perspektiven steht die vollständige Lifta Index-Studie zum Download bereit.

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