Dr. Marion Steinbach

Bei Anruf – Betrug

  • Diese Seite bei Facebook empfehlen
  • Diese Seite bei Twitter empfehlen
  • Diese Seite bei Google+ empfehlen

09.01.2013 0

Telefonhoerer mit Sprechblase (© ktsdesign - Fotolia.com)

© ktsdesign - Fotolia.com

Betrüger sind erfindungsreich, wenn es darum geht, Menschen übers Telefon zu betrügen.

Der Enkeltrick – seit Jahren erfolgreich

Der Enkeltrick ist nicht neu, aber immer noch so erfolgreich, dass Kriminelle ihn nach wie vor nutzen – mit steigender Tendenz und immer raffinierteren Geschichten. Sie suchen aus dem Telefonbuch die Nummern von Menschen mit Vornamen, die auf das – höhere – Alter schließen lassen: Franz, Herrmann, Ilse oder Mechthild. Dem Angerufenen wird eine Schreckensgeschichte erzählt – von einem Unfall oder einer anderen Notlage, weswegen der Enkel – wahlweise auch der Neffe, manchmal der Sohn – dringend Geld brauche. Und zwar schnellstens. Da der Enkel, Neffe oder Sohn wegen des Unfalls nicht selbst kommen könne, werde er einen Boten schicken, um es zu holen. Der schockierte Angehörige will natürlich helfen – und übergibt dem Fremden das Geld.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, sich vor diesem Betrug zu schützen:

– Lassen Sie sich eine Nummer geben, unter der Sie zurückrufen können.

– Bestehen Sie darauf, dass Ihr „Enkel“ selbst vorbeikommt.

– Geben Sie keine Informationen über Bargeld und Wertgegenstände im Haus.

– Versuchen Sie, den Betroffenen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zu erreichen.

– Rufen Sie auch andere Verwandte an, um in Erfahrung zu bringen, ob die Geschichte stimmen kann.

– Gehen Sie auf keinen Fall zur Bank, um Geld abzuheben. Der Anrufer weiß, wo Sie wohnen und könnte Sie beobachten.

Betrug mit Gewinnspielen

Beim Gewinnspiel-Trick setzen die Betrüger darauf, dass die Angerufenen bei der Aussicht auf den Gewinn leichtsinnig werden. Die Gewinnspiel-Masche ist noch vielschichtiger als der Enkeltrick. Manchmal geben die Anrufer vor, von einem Radiosender zu sein. Man müsse lediglich einige Fragen beantworten. Beantwortet man die – sehr einfachen – Fragen (richtig oder aber auch falsch) und hat angeblich gewonnen, fordert der Anrufer den „Gewinner“ auf, ihm seine Kontoverbindung zu nennen, damit er das Geld überweisen könne.

Eine andere Variante ist die Aufforderung, eine kostenpflichtige Nummer anzurufen, um den Gewinn zu erhalten. Dass man statt des Gewinns eine immens hohe Telefonrechnung bekommt, sieht man dann später. Manche Betrüger geben sich als Notare aus, die den „Gewinner“ bitten, einen bestimmten Betrag als „Gewinnspielsteuer“ vorab zu überweisen, um anschließend den Gewinn ausbezahlt zu bekommen. Nach einem ähnlichen Schema funktioniert der Betrug durch „Zollbeamte“, die Gebühren für die Übermittlung des Gewinns verlangen.  Auch der Datenabgleich, um den einen die freundliche Call-Center-Mitarbeiterin bittet, um den Gewinn zustellen zu können, ist in der Regel ein Trick, um an Ihre Daten heranzukommen.

Tipps, wie Sie sich schützen können:

– Geben Sie niemals Ihre Kontoverbindung preis.

– Rufen Sie keine kostenpflichtigen Nummern zurück, vor allem keine 0900- oder 0137-Nummern.

– Bleiben Sie misstrauisch, auch wenn ein angeblicher Notar oder Zollbeamte von Ihnen Überweisungen verlangt.

– Lassen Sie sich nicht auf einen Datenabgleich ein.

Tipps zum Weiterlesen

Die Seite der Pfiffigen Senioren stellt die verschiedenen Betrugsdelikte vor, jeweils ergänzt um aktuelle Fälle. So können Sie sich informieren, ob es in Ihrer Region vielleicht eine bestimmte „Masche“ gibt und sind vorgewarnt.

Sowohl die Pfiffigen Senioren als auch die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Betrügern schützen kann. Auf der Seite der Polizei steht Ihnen zudem die Broschüre „Goldener Herbst“ mit vielen Informationen und Empfehlungen zur Verfügung. Die Broschüre „Rate mal, wer dran ist?“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend können Sie herunterladen oder auch bestellen.

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 6.0/6 (1 Bewertung insgesamt)
Bei Anruf – Betrug, 6.0 out of 6 based on 1 rating
  • Diese Seite bei Facebook empfehlen
  • Diese Seite bei Twitter empfehlen
  • Diese Seite bei Google+ empfehlen

Schreiben Sie einen Kommetar


Die mit * gekennzeichneten Felder sind erforderlich.