Dr. Marion Steinbach

Balance trainieren – stabiler werden – Unabhängigkeit bewahren

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15.02.2013 0

Fitnesskurs mit Gymnastikball (© Robert Kneschke - Fotolia.com)

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Die Muskulatur stärken, Gleichgewicht, Mobilität und Flexibilität erheblich verbessern und das Sturzrisiko verringern – wenn das kein Anreiz für ein paar einfache Übungen ist! Ganz abgesehen von den vielen anderen positiven Effekten, die schon kleine Trainingseinheiten haben können.

Die positiven Effekte

Andrea Flach-Meyerer weiß, welche Wirkung auch leichtes Training schon haben kann. Denn die Sport- und Gymnastiklehrerin hat sich u.a. auf die Sturzprophylaxe spezialisiert. Von ihrem fernöstlichen Balancetraining profitieren vor allem ältere Menschen. Wer regelmäßig übt, merke das schon bald: „Man sitzt aufrechter, kann  leichter aufstehen oder ist mutiger beim Hochkommen. Man ist außerdem weniger kurzatmig. Manch einer traut sich auch mal, ein paar Schritte zu gehen, ohne sich gleich festhalten zu  müssen. Überhaupt können Ängste verschwinden.“ Schön ist auch das Erfolgserlebnis, dass man die Übung immer länger, öfter und kraftsparender ausführen kann.

Regelmäßig, aber nicht übertrieben

Andrea Flach-MeyererÜbertreiben sollte man aber nicht, warnt Flach-Meyerer: „Man muss am Anfang nicht jeden Tag trainieren und auch nicht eine Stunde lang. Es reicht, wenn man sich seine Wochenübung vornimmt.“ Wichtig ist, dass das Training regelmäßig stattfindet. Günstig ist es, anfangs ein Mal die Woche in der Gruppe zu üben und dann noch die eine oder andere Übung daheim zu machen. Angeboten werden solche Kurse in den Volkshochschulen, von Vereinen und auch in manchen Seniorenresidenzen.

Im Sitzen die Füße kreisen lassen

Wer jetzt Lust auf Balancetraining bekommen hat, sich aber vielleicht nicht traut, weil er so lange nichts gemacht hat, kann ja mit ein paar Übungen im Sitzen anfangen: Einfach mal erst den einen Fuß, dann den anderen heben und in der Luft kreisen lassen. Vielleicht danach auch mit beiden Füßen gleichzeitig Kreise in die Luft malen. Dabei sollte man natürlich auf eine stabile Sitzfläche achten.

Das fernöstliche Element

Beim fernöstlichen Balancetraining von Andrea Flach-Meyerer sind zwei Elemente entscheidend: Zum einen werden alle Übungen langsam und konzentriert durchgeführt. Zum anderen ist die Atmung ganz wichtig. Sie sollte gleichmäßig, ruhig und so natürlich wie möglich sein. Eingeatmet wird durch die Nase, ausgeatmet durch Nase oder Mund.

Wirkungsvolles Training

Tests haben gezeigt, dass die Gefahr von Stürzen hierdurch tatsächlich um bis zu 50 Prozent gesenkt  wird.  Vor allem die langsamen, sehr bewusst und kontrolliert ausgeführten Bewegungen wirken sich positiv auf den Körper aus, steigern sogar die Lebensfreude, das Selbstbewusstsein und den Bewegungsmut.

Trainieren – mit Sicherheit

Sie haben wegen Ihres Schwindels Angst, Balanceübungen zu machen?  Sprechen Sie mal mit Ihrem Arzt. Manch ein Schwindel kommt nämlich sogar vom Mangel an Bewegung. Vorsichtig sein sollte man bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bei längerem Bewegungsmangel infolge von Krankheiten. Auch ein bisschen mehr aufpassen sollten Sie, wenn Sie Probleme mit den Füßen haben, z.B. infolge von Diabetes. Und natürlich sollten Sie nichts machen, was Schmerzen verursacht oder über Ihre Kraft geht. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie bei einem erfahrenen Therapeuten auch einen kleinen Test machen, wie sturzgefährdet Sie sind. Und sich dann natürlich beraten lassen, welches Training für Sie optimal ist, um Ihre Sturzgefahr zu reduzieren.

 

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