Dr. Marion Steinbach

Altersbild muss korrigiert werden

  • Diese Seite bei Facebook empfehlen
  • Diese Seite bei Twitter empfehlen
  • Diese Seite bei Google+ empfehlen

30.01.2013 0

Senior streckt die Zunge raus (© bilderstoeckchen - fotolia.com)

© bilderstoeckchen - fotolia.com

Menschen zwischen 65 und 85 sind in der Regel ausgeglichen und mit ihrem Leben zufrieden, sie sind  aktiv und selbstständig. Vor allem auf die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit legen sie großen Wert. Das sind einige der Ergebnisse einer groß angelegten Studie, die das Institut für Demoskopie Allensbach für den Generali Zukunftsfonds durchgeführt hat. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, das defizitäre Altersbild endlich durch ein zeitgemäßes Bild zu ersetzen.

Die meisten Älteren fühlen sich jünger als sie sind. Im Schnitt zehn Jahre. Entsprechend aktiv und abwechslungsreich gestalten sie ihr Leben. Dazu gehört auch ihre Mobilität: Mehr als zwei Drittel haben ein eigenes Auto oder können auf eines zurückgreifen.

Dennoch schätzen sie an ihrem Lebensabschnitt die neue Langsamkeit und Ruhe. Sie genießen es, weniger Stress zu haben, weniger Zwängen zu unterliegen und keinem Druck mehr ausgesetzt zu sein. Und sie freuen sich, mehr Zeit für ihre Familie und ihren Partner zu haben.

Die Kehrseite dieser positiven Bilanz: Noch nicht einmal ein Drittel bezeichnet sein Haus oder seine Wohnung als altersgerecht. Da die meisten Befragten in der eigenen Wohnung bleiben und einen Pflegedienst engagieren wollen, wenn es mal schwierig werden sollte, stehen für sie einige Maßnahmen an,  um die Wohnung altersgerecht zu gestalten. Neben einem barrierefreien Badezimmer gehören dabei für 60 Prozent, die Treppen zu vermeiden oder mit einem Lift überwinden zu können. Außerdem wünschen sich mehr als die Hälfte ein Hausnotrufsystem oder einen Alarmknopf, um schnell Hilfe holen zu können.

Bevor es so weit ist, helfen die Älteren aber ihren Kindern und Enkeln: Rund 15 Stunden die Woche können sich die Jüngeren über die Hilfe ihrer Eltern oder Großeltern freuen. 2,4 Milliarden Stunden kommen so im Jahr zusammen. Und auch die finanzielle Unterstützung ist beachtlich: 9,7 Milliarden fließen jährlich von den Älteren zu den Jüngeren. Hinzu kommen kurzfristige finanzielle Hilfen für Anschaffungen. Und auch das Engagement der Älteren für die Gesellschaft ist deutlich größer als vielfach vermutet: fast 1,5 Milliarden Stunden kommen zusammen. Würden sich die Älteren nicht in dem  Maß engagieren, müsste man ca. 870.000 Vollzeitstellen schaffen.

Wie ist es denn bei Ihnen? Sind Sie mit Ihrem Leben zufrieden? Was schätzen Sie im Vergleich zu jüngeren Jahren am meisten? Was ist Ihnen besonders wichtig?

Schreiben Sie uns! Benutzen Sie hierfür die Kommentarfunktion. Wir freuen uns auf Nachricht von Ihnen.

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0.0/6 (0 Bewertungen insgesamt)
  • Diese Seite bei Facebook empfehlen
  • Diese Seite bei Twitter empfehlen
  • Diese Seite bei Google+ empfehlen

Schreiben Sie einen Kommetar


Die mit * gekennzeichneten Felder sind erforderlich.