Andrea Schuster

So bleiben Sie vital bei Sommerhitze – unsere 10 Tipps

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23.08.2016 0

Damen mit Sonnenhut (© xixinxing, www.fotolia.com)

© xixinxing, www.fotolia.com

Die Sonne bringt unsere Glückshormone auf Hochtouren. Sie hat auf unsere Psyche eine positive Wirkung und regt die Produktion von wichtigem Vitamin D an. Wir freuen uns, wenn sie scheint und alles hell erstrahlt. Doch sie bringt nicht nur Gutes mit sich. Oft wird die Wärme unterschätzt und sie schadet der Gesundheit. Gerade im Sommer müssen wir auf unser Wohlbefinden achten. Wir verraten Ihnen, was Senioren außer dem Benutzen von Sonnencreme tun können, um die heiße Jahreszeit zu genießen.

  1. Darum sind Senioren im Sommer besonders gefährdet
  2. Wie können Sie sich vor Sonne schützen?
  3. Tipps zur Abkühlung bei Hitzewellen
  4. So schlafen Sie auch bei Hitze gut
  5. Checkliste: Unsere 10 Tipps bei Sommerhitze

Darum sind Senioren im Sommer besonders gefährdet 

Der Körper von älteren Menschen nimmt Hitze nur sehr langsam wahr, deswegen sind sie häufig die leidtragenden Personen im Sommer. Zu geringer Schutz kann dann zum Beispiel zum Hitzschlag führen. Deswegen ist ein guter Sonnenschutz für Senioren ein Muss, damit sie sich trotzdem wohlfühlen. Weitere Gründe, die ältere Menschen empfindlich für die Sonne machen:

Vorbelastung der Haut durch UV-Strahlung

Blauer, wolkenloser Himmel und das Thermometer zeigt schon vormittags 25 Grad an. Da kommen Sonnenanbeter voll auf ihre Kosten. Doch Senioren sollten vorsichtig sein. Gerade ihre Haut ist vorbelastet, was die UV-Strahlung angeht. Jahrelanges Sonnenbaden und ein geringer Lichtschutzfaktor kann die Haut schon im Vorfeld geschädigt haben. Sie ist dann anfälliger für Hautkrebs. Senioren reisen heutzutage häufiger in südliche Länder, was die Haut deutlich beeinflusst. Ein Hut als Sonnenschutz hat bereits einen wichtigen Effekt.

Lichtempfindlichkeit durch Medikamente

Viele Medikamente haben als Nebenwirkung eine hohe Lichtempfindlichkeit der Haut, die das Risiko von Sonnenbrand erhöht. Antidepressiva, Antihistaminika und Betablocker können diesen Effekt auslösen. Es ist auch möglich, dass die Augen davon betroffen sind. Gerade jetzt sollten Sie auf einen ausreichenden UV-Schutz achten. Bei Sonnenbrillen gilt: Setzen Sie auf Qualität und lassen Sie sich von Ihrem Optiker beraten. Die Wahl eines günstigen Modells bedeutet, an der falschen Stelle zu sparen. In der Regel empfiehlt sich ein UV-400-Schutz.

Veränderter Wasserhaushalt im Alter

Foto von wassertrinkender Dame

© Syda Productions – www.fotolia.com

Im Alter lässt das Durstempfinden nach, was die Gefahr mit sich bringt, auszutrocknen. Gerade bei großer Hitze muss dem Körper viel Flüssigkeit zugeführt werden, um ihm Kühlung durch Schwitzen zu ermöglichen. Schweiß bedeutet wiederum Flüssigkeitsverlust, den es auszugleichen gilt. Darum lohnt es sich immer, eine Flasche Wasser, Schorle oder ungesüßten Tee in Sichtweite stehen zu haben. So vergessen Sie das Trinken auch nicht an heißen Tagen.

Wie können Sie sich vor Sonne schützen?

Senioren sollten auf ausreichend Sonnenschutz achten oder die Mittagshitze meiden. Dann sind Temperatur und Ozonwerte am höchsten, was sich durch Kopfschmerzen bemerkbar machen kann. Große Anstrengungen sollten Sie auf den frühen Morgen oder den späteren Abend verlegen. Müssen Sie hinaus, sollten Sie einen Kopfschutz, wie einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille, tragen oder zumindest bei sich haben.

Suchen Sie sich einen schattigen Platz, denn da ist die UV-Strahlung wesentlich geringer. Tragen Sie helle Stoffe, die reflektieren das Sonnenlicht gut. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollte ebenfalls in Ihrer Tasche sein und stets eine halbe Stunde vor der Sonneneinstrahlung auf die Haut aufgetragen werden, da sie noch einziehen muss. Vermeiden Sie generell intensive Sonnenbäder. Braun werden Sie auch im Schatten. Das geht zwar nicht so schnell, ist aber gesünder.

Tipps zur Abkühlung bei Hitzewellen

Bei starker Hitze ist Abkühlung eine Wohltat. Aber Achtung: ist Ihr Kreislauf nicht stabil, sollten Sie mit großen Temperaturunterschieden vorsichtig sein. Es ist dann nicht ratsam eine eiskalte Dusche zu nehmen, sondern warm zu duschen. Eine kalte Dusche bezweckt zwar eine kurzfristige Abkühlung, aber langfristig das Gegenteil. Auch sollte man eher warme Getränke statt eiskalte zu sich nehmen.

Bild von Frau im Garten

© belahoche – www.fotolia.com

Kalte Fußbäder bringen an heißen Tagen ebenfalls die gewünschte Erfrischung und den Kreislauf in Schwung. Gleicher Effekt: Kaltes Wasser auf die Handgelenke laufen lassen.

Die große Frage im Sommer ist, was man anziehen soll. Am besten leichte Baumwollkleidung. Sie bildet zwischen Haut und Stoff eine kühle Luftschicht.

Ein kühlender Tipp: Feuchte Tücher vor den Ventilator hängen kann die Zimmertemperatur erheblich senken.

Mentholöl bringt Erfrischung. Reiben Sie es vorsichtig auf Schläfen, Handgelenke oder Kniekehlen. Dort ist die Haut so dünn, dass das Öl gut einzieht. Spezielle Mentholsprays verschaffen auch Ihren Füßen ein frisches Gefühl.

So schlafen Sie auch bei Hitze gut

Ein erholsamer Schlaf bei Hitze ist wichtig. Die warme Dusche ist durchaus auch vor dem Schlafen zu empfehlen. Die Erfrischung hält lange vor und lässt entspannen. Auch wenn viel Trinken bei Hitze gesund ist, sollte man abends die Flüssigkeitsaufnahme verringern.

Der einfachste Tipp ist, das Fenster nachts zu öffnen. Dies bringt Bewegung in die Luft. Sollte die Luft draußen ebenfalls noch warm sein, sollte ein feuchtes Laken vor dem Fenster helfen. Atmungsaktive Schlafbekleidung reguliert die Körpertemperatur und leitet Schweiß nach außen.

Am besten tragen Sie einen Baumwollpyjama und nutzen eine dünne Bettdecke. Matratzen, die die Wärme ableiten, sind nicht nur im Sommer gut geeignet. Sie transportieren Schweiß und Wärme weg vom Körper und lassen ihn mit einer angenehmen Temperatur ruhen. So können Sie trotz Hitze gut schlafen.

Checkliste: Unsere 10 Tipps bei Sommerhitze

So schön der Sommer auch ist, vielen macht die Hitze deutlich zu schaffen. Hier unsere 10 Tipps, die Ihnen das Leben bei Hitze erleichtern können:

  1. Legen Sie ein kaltes Tuch in den Nacken oder nehmen Sie ein Fußbad mit kaltem Wasser.
  2. Nehmen Sie leichte Mahlzeiten zu sich. Lieber mehrere kleine Portionen, die machen nicht müde und liegen nicht schwer im Magen.
  3. Ein abendlicher Spaziergang bringt den Kreislauf in Schwung.
  4. Machen Sie es wie die Südländer. Halten Sie eine ausgiebige Siesta um die Mittagszeit.
  5. Beugen Sie Dehydrierung vor indem Sie auch ohne Durst trinken.
  6. Stellen Sie sich einen Ventilator auf, der senkt das Wärmeempfinden.
  7. Nasse Tücher auf einen Wäscheständer hängen und diesen vor den Ventilator stellen. Dies hat einen ähnlichen Effekt wie eine Klimaanlage.
  8. Meiden Sie volle, öffentliche Verkehrsmittel und Menschenansammlungen. Dort wird die Luft schnell stickig.
  9. Meiden Sie körperliche Anstrengungen, insbesondere in den Innenstädten. Dort gibt es die höchsten Ozonwerte, die zu unangenehmen Symptomen wie Halskratzen, Husten oder Kopfschmerzen führen können.
  10. Lassen Sie tagsüber die Fenster geschlossen und die Rollläden unten. Dadurch wird verhindert, dass sich die Wohnung aufheizt. Lüften Sie dagegen früh morgens und spät abends durch.

Haben Sie noch Tipps, wie Sie mit der Sommerhitze umgehen? Berichten Sie uns von ihren Erfahrungen auf Facebook!

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