Daniel Müller

So schützen Sie sich am besten gegen die Grippe im Winter

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29.10.2015 0

Lifta_Grippe (© Fotowerk – Fotolia.com)

© Fotowerk – Fotolia.com

Sie macht uns schlagartig krank. Wenn sie uns erwischt, sind wir für einige Tage bettlägerig. Meistens beginnt sie im Südwesten Europas, dann bahnt sich die Welle einen Weg nach Nordosten. Selbst im Frühling kann es sie noch geben. Sie kann milde verlaufen und in selteneren Fällen sogar tödlich sein. Die Rede ist von Influenza oder der Grippe. Wie Sie sich schützen können, lesen Sie hier.

  1. Was ist eigentlich eine Grippe?
  2. Wie kommt es zu einer Übertragung und Ansteckung?
  3. Was sind typische Grippe Symptome?
  4. Tipps zum Vorbeugen einer Grippe
  5. Checkliste: Schutz gegen die Grippe

 

Was ist eigentlich eine Grippe?

Die Grippe ist eine plötzlich auftretende Virus- und Infektionserkrankung. Sie tritt gehäuft im Winter auf. Ansteckungen sind allerdings bis April möglich. Der Begriff Influenza stammt ursprünglich aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie Einfluss. Bis in das 15. Jahrhundert glaubten die Menschen, dass Krankheiten durch bestimmte Stellungen der Planeten „beeinflusst“ würden. Das Wort Grippe hingegen leitet sich aus dem Germanischen und Französischen ab und bedeutet sinngemäß Laune und greifen. Hinter diesen Worten steht wohl die Vorstellung der Menschen, dass der Virus und die Grippe-Symptome den Kranken ganz plötzlich befallen.

Der Influenza-Virus kann sich besonders gut im Winter entwickeln. Die Gründe dafür sind vollzählig: Erreger sind bei niedrigen Temperaturen und trockener Luft außerhalb der menschlichen Schleimhäute stabiler. Die Immunsysteme der Menschen sind im Winter anfälliger. Und, Menschen verbringen im Winter mehr Zeit in wenig belüfteten Räumen.

© www.snyggg.de – Fotolia.com

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Das deutsche Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass Grippewellen häufig in südwestlichen Ländern Europas, wie Spanien und Portugal, beginnen. Dann breiten sie sich durch Ansteckung über Mitteleuropa nach Osteuropa aus. Grippevirus-Infektionen kommen weltweit vor. In gemäßigten Zonen der Nord- und Südhalbkugel treten Grippewellen abwechselnd in den jeweiligen Wintern auf. Da die Jahreszeiten um sechs Monate versetzt sind, kommt die winterliche Grippewelle auf der Südhalbkugel dann, wenn auf der nördlichen Hemisphäre Sommer ist. In tropischen Ländern wird die Influenza ganzjährig beobachtet. Die Zahl der geschätzten Todesfälle schwankt bei den einzelnen Grippewellen. Im Winter 2012/2013 lag sie mit 20.600 Opfern am höchsten. Dagegen gab es 2000/2001 keine nachweisbaren Todesfälle.

Die Infektion mit einer Grippe verläuft sehr unterschiedlich. Bei milden Verläufen der Krankheit erinnert die Influenza an eine gewöhnliche Erkältung oder den grippalen Infekt. Menschen übertragen die Erkältung ebenso über Viren. Selbst Ärzten fällt es manchmal schwer, die beiden Krankheiten zu unterscheiden. Die Erreger sind in jedem Fall andere. Oft zeigt sich der Unterschied zwischen „Grippe und Grippaler Infekt“ nur im Verlauf und der Schwere der Erkrankung. Eine richtige Grippe beginnt meistens heftig. Die Infizierten fühlen sich schnell krank, schwach und bettlägerig. Doch wie läuft die Infektion eigentlich genau ab?

 

Wie kommt es zu einer Übertragung und Ansteckung?

Grippe-Uebertragung

© Freshidea – Fotolia.com

Zu einer Infektion kommt es durch verschiedene Ansteckungsarten. Es gibt die Übertragung der Grippe durch direkten Kontakt, genauso wie die Infektion über die Luft. Bei der Tröpfcheninfektion gelangen Keime in die Luft durch Husten, Niesen und Sprechen. Diese Tröpfchen, erregerhaltige Schwebstoffe, setzen sich in den oberen Atemwegen von empfänglichen Personen (Wirten) fest. Bis zu drei Meter kann die maximale Distanz betragen bei dieser Art der Ansteckung. Im Gegensatz dazu steht die Schmierinfektion. Hier geschieht die Ansteckung durch die Berührung eines Objektes (indirekte Kontaktinfektion) oder eines Lebewesens (direkte Kontaktinfektion).

Die schadhaften Grippe-Erreger gelangen oft indirekt über kontaminierte Lebensmittel, Gegenstände oder das Trinkwasser von Mensch zu Mensch. Bei der direkten Infektion spielen unsere unbewussten Berührungen von Augen, Nase und Mund eine Rolle. Natürlich kann eine Grippe-Übertragung auch dadurch geschehen, dass Menschen sich küssen.

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion mit dem Erreger und den ersten Symptomen, beträgt wenige Stunden bis drei Tage. Grippe-Infizierte sind bereits jetzt ansteckend und müssen verschiedene Symptome verkraften. Allerdings ist die klinische Symptomatik der Grippe nicht bei allen Patienten gleich. Wie lässt sich also eine Grippe nachweisen und: Wie lässt sie sich behandeln?

 

Was sind typische Grippe Symptome?

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© Ruslan Guzov – Fotolia.com

Die Anzeichen sind oft sehr eindeutig. Die Grippe-Erkrankung ist gekennzeichnet durch den rasanten Beginn. Sofort fühlt sich der Erkrankte kraftlos. Starke Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten und hohes Fieber ab 38,5° Celsius können den Ausbruch der Krankheit begleiten – genauso wie Schnupfen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit stark geröteten Augen, Sensibilität gegenüber hellem Licht (Photophobie) und ein geschwollenes Gesicht.

Interessant ist bei jeder Grippewelle, dass bei weitem nicht alle Influenza-Infizierten so typisch erkranken. Andere Symptome können allgemeine Schwäche oder Schweißausbrüche sein, in seltenen Fällen führt die Infektion zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Auffällig ist ferner, dass gerade ältere Erkrankte häufig kein Fieber bekommen. Die Grippe dauert ungefähr fünf bis sieben Tage, in selteneren Fällen kann der Verlauf jedoch deutlich länger sein.

Ärzte weisen Influenza-Viren mit einem Schnelltest nach. Sind die Erreger belegt, muss der Arzt beim Gesundheitsamt sofort eine Meldung machen. So können Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Viren getroffen werden. Bei Ausbruch der Krankheit verordnet der Arzt direkt einen Neuraminidase-Hemmer. Je früher der Patient das Medikament einnimmt, desto besser kann es der Vermehrung der Viren entgegenwirken. Die Grippe verläuft dadurch kürzer und milder. Gute, ergänzende Hausmittel sind Wadenwickel gegen Fieber, Inhalation, Nasenspülungen, Erkältungsbäder und ausreichend Flüssigkeit für den Körper. Kräuter-Tees sind besonders zu empfehlen. Ein weiteres Mittel gegen die Grippe ist: Sich gar nicht erst mit dem Virus zu infizieren. Nur, wie kann man der Influenza vorbeugen?

 

Tipps zum Vorbeugen einer Grippe

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© Monkey Business – Fotolia.com

Eines der wirkungsvollsten Mittel zur Vorbeugung ist die Grippeschutzimpfung vor Beginn der Influenza-Saison. Grundsätzlich findet die Impfung jährlich von Oktober bis November statt. Die Impfung ist empfehlenswert für Personen über 60 Jahre, für Schwangere (ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) und für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Grundleiden. Eine Impfung bei Menschen unter 60 Jahren kann einer Grippe-Erkrankung immerhin zu 90 Prozent vorbeugen. Bei Menschen höheren Alters ist die Wirkung allerdings geringer. Kein Grippe-Impfstoff schützt den Geimpften eben vollkommen.

Eine sinnvolle Alternative zur Schutzimpfung ist der Grippe auf natürliche Weise vorzubeugen. Menschen können das Ansteckungsrisiko mit Influenzaviren somit ebenso verringern.

So beugen Sie der Grippe natürlich vor:

  • Halten Sie Abstand: Sie sollten Abstand halten zu schwer hustenden Personen. Großeltern können beispielsweise den Besuch bei ihren Enkelkindern vertagen, wenn die Kleinen eine akute Atemwegserkrankung haben.
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig: Feuchten Sie Ihre Hände unter laufendem Wasser an und reiben sie sie 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife ein. Dann spülen Sie die Hände ab und trocknen sie. Je länger und gründlicher das Einseifen und Abtrocknen geschieht, desto weniger Keime bleiben zurück.
  • Wann Sie die Hände waschen:
  1. Immer wenn Sie von draußen kommen.
  2. Nach der Toilette.
  3. Vor und während der Essenszubereitung.
  4. Vor und nach dem Kontakt mit Kranken.
  5. Nach jedem Husten oder Niesen, falls Sie die Hände dazu benutzen. (Alternativ können Erkältete in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen.)
  • Achten Sie auch draußen auf Hygiene: Öffentliche Toiletten sind oft stark kontaminiert mit Bakterien und Keimen – besonders an Türgriffen. Berühren Sie nach dem Händewaschen die Türklinken nicht direkt. Schieben Sie, wenn es geht, Türen mit den Füßen, Ellbogen oder Schultern auf. Ansonsten nehmen Sie ein Papierhandtuch oder ein Stück Toilettenpapier als Schutz, damit Sie die Türklinke benutzen können.
  • Tröpfcheninfektion vermeiden: Umgehen Sie großen Menschenmengen und lüften Sie Räume, in denen Sie sich mit mehreren Personen aufhalten, gründlich.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem: Zusätzlich können Sie sich gesund ernähren, genügend schlafen und an der frischen Luft bewegen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Ihr Lifta Blog-Team

 

Checkliste: Schutz gegen die Grippe

Download Checkliste Anzeichen der PflegebedürftigkeitWir haben Ihnen hier noch einmal alle Tipps und Hinweise im Überblick aufbereitet. Laden Sie sich einfach die Lifta Checkliste „Schutz gegen die Grippe“ als PDF herunter.

 

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