Dr. Marion Steinbach

Älter werden leicht gemacht Teil 4: Gehirn auf Trapp halten

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04.02.2013 0

Sudoku Training (© Dalmatin.o - Fotolia.com)

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Geistig fit bleiben

Hirnforscher Martin Korte hat in seinem neuesten Buch „Jung im Kopf“ die jüngsten Einsichten der Gehirnforschung zum Älterwerden ausführlich dargestellt. Die wichtigsten Ergebnisse und seine Empfehlungen haben wir für Sie zusammengefasst:

Das Gehirn gehört zu den Organen, die durch den Gebrauch gestärkt werden und nicht durch schonende Nutzung. Gehirnregionen, die viel benutzt werden, wachsen. Daher hält Lernen das Gehirn länger jung. Es verlangsamt Alterungsprozesse und verbessert kognitive Reserven. Denn: Lernen regt die Neubildung von Nervenzellen an. Wer Neues gelernt hat, dem wird neuer Speicherplatz geschenkt.

Kreuzworträtsel und Co. reichen nicht

Nun reicht es aber nicht, Kreuzworträtsel und Sudokus zu lösen. Denn bestimmte Übungen trainieren nur ganz gezielt einzelne Areale des Gehirns. Kreuzworträtsel und Gehirnjogging-Übungen trainieren also lediglich Spezialfähigkeiten. Hierin werden Sie zwar immer besser, je mehr Sie üben. Allerdings gibt es keine positiven Effekte auf andere kognitive Bereiche oder auf eine Verjüngung des Gehirns insgesamt.

Trainieren Sie Ihr Gehirn beim Malen, Musizieren oder Schachspielen

Andere Lernprozesse dagegen verändern die Struktur des Gehirns, wie z.B. das Lernen von Fremdsprachen, Musizieren, Malen, Theaterspielen, Tanzen oder Schachspielen. Diese Tätigkeiten fordern das Gehirn, verlangen Konzentration und immer wieder Entscheidungen. Daher gehören diese Tätigkeiten zu den intensivsten Gehirntrainingsaufgaben. Sie steigern die Denk- und Merkfähigkeit, die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit zu Multitasking.

Übrigens: Ähnliche Effekte haben auch das Treffen mit Freunden, gemeinsame Aktivitäten mit anderen Menschen, soziales Engagement oder der Umgang mit Enkelkindern oder Kindern. Wer sozial engagiert ist oder reist oder sich mit Freunden trifft, muss viel kommunizieren, muss Entscheidungen treffen, sich konzentrieren. Dadurch wird das Gehirn auf Trab gehalten. Und das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, gesenkt.

Ein ganz anderes, aber ideales Instrument, um Gehirnleistungen zu stärken, ist die Meditation. Denn: Meditationstechniken sind zunächst nicht entspannend. Vielmehr erfordern sie ein hohes Maß an Konzentration und an kognitiver Kontrolle.

Lesen Sie in Teil 5 unserer kleinen Serie, warum Sie nett zu sich selbst sein sollten.

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