Lianka Schlößer

21.Tür: Weihnachten unter Palmen

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21.12.2012 0

21.12.2012 (© Lifta)

© Lifta

Unsere Autorin Lianka Schlößer, studentische Aushilfskraft bei Lifta, befindet sich derzeit im Auslandssemester auf Malta und berichtet für den Blog wie sie dort die Vorweihnachtszeit erlebt:

Weihnachten auf Malta

…ist so eine Sache. Bei annähernd 20 Grad und Sonnenschein möchte sich einfach keine Weihnachtsstimmung einstellen. Die hiesige Dekoration ist dabei auch nicht sonderlich hilfreich. Wo daheim in Köln mit aller Sorgfalt Lichter über die Straßen gespannt werden und rot-gold behangene Weihnachtsbäume festliche Stimmung verbreiten, da ist auf Malta – alles etwas befremdlich. Zwar hängen auch hier Lichter an den Straßen. Die haben aber ziemlich geschmacklose Formen, und alles ist unfassbar bunt, nichts passt zusammen. Die Weihnachtsbäume sind mit pinken und silbernen Lilien behangen – unnötig zu erwähnen, dass es sich um einen gewöhnungsbedürftigen Anblick handelt. Alles in allem sieht es noch nicht nach Weihnachten aus, und fühlt sich erst recht nicht so an.

Die Malteser sind ein sehr gläubiges Volk und bestehen zu 97% aus Katholiken. Demnach ist Weihnachten hier ein wirklich wichtiges Fest. Auch wenn die Dekorationskünste der Malteser ansonsten nicht so ausgeprägt sind, übersieht man die Kirchen in der Weihnachtszeit nicht. Sie sind überwiegend mit roten Lichtern behangen und auch der ein oder andere Tannenbaum aus Glühbirnen prangt an den heiligen Mauern.
Kirchen gibt es ganz schön viele – 365 Stück verteilen sich über die Inseln Malta und Gozo. „Eine Kirche für jeden Tag im Jahr“, wie die Malteser sagen. Bei dieser Vielzahl an Kirchen gibt es für die 400.000 Insel-Einwohner jedenfalls keinen Platzmangel in der Messe am Heiligen Abend.

Ein besonderer Brauch der Bevölkerung Maltas ist es, Krippen zu bauen. Überall gibt es verschiedene Ausführungen von Jesu Geburtsstätten zu sehen. Dabei blinzeln sie nicht nur hinter den Gardinen und Fensterläden von Privathäusern hervor, sondern schmücken auch die hiesigen Kreisverkehre und Marktplätze. Es gibt sogar Krippenausstellungen, die man besuchen kann. Diese ersetzen die Weihnachtsmärkte, welche es auf Malta nirgends gibt. Die vermutlich tollste Krippe gibt es aber auf der Nachbarinsel Gozo zu bestaunen. Dort wird jedes Jahr zur Weihnachtszeit eine lebende Krippe aufgebaut. Im kleinen Dörfchen Ghajnsielem errichten die Malteser ein komplettes, lebendes Bethlehem. Mit kleinen Häusern, Bäckereien, Marktplätzen und natürlich dem Stall.

Wer einmal zur Weihnachtszeit einen Urlaub auf der Mittelmeerinsel plant, sollte sich das keineswegs entgehen lassen.

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