Urlaub auf die andere Art…

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19.06.2013 0

Da mein Hobby das Malen ist und ich außerdem alleine reise, bin ich auf die Idee gekommen, einen Kreativurlaub auszuprobieren. Über Google habe ich „malen an der Nordsee“ eingegeben. Dabei stieß ich auf einen Künstler, gebürtig aus Dortmund, der in Friedrichstadt wohnt und Malseminare abhält. Das Malen im Freien wollte ich schon immer mal ausprobieren, also buchte ich ein 1 wöchiges Seminar von Montag bis Samstag.

1. Tag, Montag: Friedrichstadt

…ist sehr interessant, es wurde dem holländischen Amsterdam nachgebaut, mit seinen Handelshäusern, Tee und Kaffee Kontoren, Grachten und Kanälen – einfach schön. Man kann an Grachtenfahrten teilnehmen oder sich Stadtführer buchen, die dann in original holländischer Tracht (inkl. Klumpen) die Sehenswürdigkeiten zeigen.

Malmotive sind also unzählige vorhanden, und wir – eine Gruppe von acht Gleichgesinnten – trafen uns am Montag um 9.00 Uhr im Atelier zum theoretischen Unterricht.

Danach ging es mit Sack und Pack (Leinwänden, Wasser, Pinsel und Farben, Rucksack und Hocker) auf in die Prärie. Da gerade der Raps leuchtend blühte, sollten wir diesen Eindruck einfangen.

Natur pur

Und dann stand ich als Neuling da, mitten in der Natur vor einer weißen Leinwand und wusste  nicht, wo und wie ich mit dem Malen anfangen sollte. Die 1. Aufgabe bestand darin, einen Ausschnitt der weiten Welt auszuwählen und auf die Leinwand zu bannen. Da das Auge ja alles rundherum erfasst, hat man Schwierigkeiten, sich auf ein kleines Stückchen zu beschränken. Ich habe natürlich gleich mal meinen Abschnitt verloren, aber der geduldige Künstler der das Problem ja kannte, half da gerne weiter. Somit wurde alles doch noch ein Erfolg.

Glücklich aber kaputt

Um 17.00 Uhr waren wir dann total erschöpft wieder im Atelier, dort mussten Pinsel etc. gereinigt werden. Im Anschluss lud der Künstler uns zu einem Glas Wein ein.

So verbrachte ich die ganze Woche mit neuen Eindrücken, da wir täglich an einem anderen Platz waren. Die Darstellung von Licht und Schatten war eine echte Herausforderung und gar nicht so einfach.

Am dritten Tag, dem Mittwoch, war ich total neben der Spur und habe mich angestellt, als hätte ich noch nie einen Malpinsel in der Hand gehabt. Es war kalt, das Wetter verhangen, also kein schönes Licht – das Motiv wollte nicht gelingen, einfach demotivierend.

An diesem Tag hatten wir glücklicherweise mittags frei und ich habe nach einem heißen Kaffee die Gelegenheit genutzt, Friedrichstadt zu Fuß zu erkunden.

Endspurt

Donnerstag ging es dann frisch und munter weiter mit dem Malen in der Natur und – oh Wunder – es klappe alles wie am Schnürchen. Auf einmal hatte auch ich den Dreh raus, mein gewähltes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Künstler hatte schöne Orte ausgewählt – mal an einem Kanal im Ort, mal in einem tollen Garten.

Dann waren wir Richtung St. Peter Ording am Meer und es sind wunderschöne Bilder entstanden.

Viel gelernt und Lust auf mehr

Am Samstag, dem letzten Tag, haben wir dann zusammen alle Bilder aufgestellt und mit dem Künstler besprochen. Danach gab es ein gemeinsames Abschiedsessen und eine lehrreiche sowie anstrengende Woche war vorüber.

Ich werde diese Art von Urlaub nochmal wiederholen – es war einfach toll. Man lernt viel Neues und kann mit netten Menschen, die das gleiche Hobby haben in den Austausch treten.

Vielleicht buche ich mal eine Malreise nach Rügen. Malmotive gibt es da auch mehr als genug und nicht nur Kreidefelsen…

 

 

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