Dr. Marion Steinbach

Muttertag – ein Feiertag, der polarisiert

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10.05.2013 0

Muttertag (© Brigitte Meckle - Fotolia.com)

© Brigitte Meckle - Fotolia.com

Wie nur wenige andere Feiertage erhitzt der Muttertag die Gemüter. Vielleicht liegt das auch an seiner bewegten Geschichte. Dabei reicht die Wertschätzung der Mütter bis in die Antike zurück. Hier waren es die mütterlichen Göttinnen, denen gehuldigt wurde, denn sie galten als Spenderinnen des Lebens.

In der Folgezeit gab es in einzelnen Ländern verschiedene Initiativen zur Ehrung der Mütter. So auch im 19. Jahrhundert in den USA. Die amerikanische Frauenbewegung versuchte einen Muttertag für Frieden zu schaffen. Der Durchbruch für den Tag der Mütter kam aber erst im 20. Jahrhundert. 1914 wurde der Muttertag in den USA zum Staatsfeiertag erklärt. In Deutschland wurde er 1923 ins Leben gerufen – vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Die kommerzielle und betont unpolitische Initiative wurde jedoch schnell ideologisiert.

Heute zeigt sich das veränderte Selbstverständnis der Frauen in einem entspannten bis humorvollen Umgang mit diesem Festtag. Das beweisen auch die Beiträge der Lifta-Mitarbeiterinnen, die sicherlich bei manchem Erinnerungen an eigene, ähnliche Erlebnisse wecken und vielen Frauen aus der Seele sprechen werden.

Bald steht er wieder vor der Tür – der Muttertag!

von Dorothea Durst

Ich habe für meine Familie diesen Tag vor fast 30 Jahren nach folgendem Erlebnis abgeschafft:

Mein Mann hatte die tolle Idee, kurzfristig mit der Familie auswärts essen zu gehen – mit drei Kindern, das jüngste drei Jahre alt. Da keine Tischreservierung vorlag, nahm die Katastrophe ihren Lauf: traumhaftes Wetter, die Lokale proppenvoll, vor den Tischen wartende Gäste, um den nächsten freien Platz zu erhaschen …

Nachdem wir um 14.30 Uhr immer noch keine Plätze in einem Lokal gefunden hatten, die Kinder unruhig wurden, die allgemeine Laune ihren Tiefpunkt erreicht hatte, habe ich der Aktion ein Ende bereitet. Wir sind heimgefahren und haben uns mit unseren Vorräten einen gemütlichen Grillnachmittag gemacht.

Danach stand für mich fest: Man hat 365 Tage im Jahr die Möglichkeit, der Mutter was Gutes zu tun: überraschend ein paar Blumen mitbringen oder mal eine Einladung zum Kaffee aussprechen usw.  Es braucht dafür keinen vorgegebenen Tag im Kalender.

Meine – heute erwachsenen – Kinder haben das verstanden: Es gibt keine überteuerten Blumen oder sonstigen Geschenke – nur weil laut Kalender Muttertag ist! So haben schon viele spontane Treffen stattgefunden, an die sich alle gerne erinnern.
Lesen Sie morgen: Sabine Klöckers Sicht auf den Muttertag.

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