Stefanie Reimer

Wohnen mit Senioren

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31.08.2012 1

Wer lässt sich schon gerne entwurzeln? Menschen sind „Gewohnheitstiere“ und das eigene Heim ist unsere Oase. Keiner möchte dies missen, je älter man wird, umso weniger. Aber was macht man, wenn man nicht mehr so recht kann? Wenn die Einkäufe immer schwerer werden oder die alltäglichen Hausarbeiten und der Garten zur Belastung. Und wer geht mit dem Hund raus?

Die Betreiber der Internetseiten www.mitwohnen.org und www.wohnenfuerhilfe.info haben sich dazu Gedanken gemacht. Auf diesen Internetseiten wird einem geholfen die Idee umzusetzen, sich eine Hilfe ins Haus zu holen. Wohnpartnerschaften werden angeboten. Der Hintergrund dafür ist, dass viele ältere Personen zu groß gewordene Wohnungen oder Häuser bewohnen und viele Studenten, Auszubildende oder Alleinstehende günstigen Wohnraum suchen und ihre Kraft und Zeit einsetzen könnten, um sich um den Haushalt zu kümmern oder den Wohnpartner zu Ärzten, Behörden oder zum Theater zu begleiten oder auch den anfallenden Papierkram zu erledigen.

Ein generationsübergreifendes Wohnen soll die Kommunikation zwischen Alt und Jung fördern. Zusätzlich ist dies ein Schutz vor Einsamkeit. Auch ist jemand im Haus, wenn ein Notfall eintreten sollte. Die Online-Angebote bringen beide Interessengruppen zusammen: denjenigen, der einen günstigen Wohnraum sucht und gern seine Hilfe anbieten möchte, und den Vermieter, der Hilfe benötigt. Eine schöne Idee, nicht nur, um sich gegenseitig Gutes zu tun – hiermit wird auch dem Mangel an Wohnraum begegnet.

Auf den Internetseiten wird einem erklärt, wie der Mietvertrag aussieht und was man beachten muss. So können Bedenken ausgeräumt werden. Auch zu noch im Weg stehenden Fragen, wie zur Sicherheit, zur Problemvermeidung zwischen den Vertragspartnern oder zum erforderlichen Zeitaufwand, geben die Seiten www.wohnenfuerhilfe.info und www.mitwohnen.org Auskunft.

Wenn also die Frage aufkommt, wie jemand versorgt werden kann, ist dies – wie wir finden – eine schöne Alternative zu den bisher bekannten Möglichkeiten.

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Kommentare

von Markus am 29.10.2014

Verstehe ich das richtig, dass Senioren dann quasi in eine WG mit Studenten ziehen? Ist ja an sich eine schöne Idee, aber wenn Senioren noch keine „echte“ Betreeung benötigen, warum bleiben sie dann nicht bei sich wohnen? Und wenn schon eine gewisse Betreuung nötig ist, wäre dann nicht Betreutes Wohnen sinnvoller? Sicher können Studenten „den Haushalt schmeißen“, aber die medizinische Pflege können die wohl nicht übernehmen. Und wenn ich mir so anschaue, was für ein Leistungskatalog bei Betreutem Wohnen üblich ist, dann frage ich mich, ob ein angebundener Pflegedienst nicht besser wäre als ein Student, der einen zum Arzt fährt.