Dr. Marion Steinbach

Traditionen sind out – oder etwa doch nicht?

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03.12.2013 0

 (© Lifta)

© Lifta

„Das haben wir schon immer so gemacht“ – dieser Ausspruch dient oft dazu, Neuerungen abzuschmettern. Das kann ganz schön ärgerlich sein, denn schließlich ist nicht alles Neue per se schlecht. Dabei besitzen Traditionen in Deutschland gar keinen großen Stellenwert: Bei einer Umfrage von Statista im Jahre 2011, welche Werte und Tugenden wichtig sind, landeten die Traditionen mit nur 8 Prozent auf Platz 6.

Vielleicht liegt es ja auch am Begriff selbst, dass Traditionen nicht so beliebt sind und angestaubt wirken. Wie aber kommt es denn dann, dass wir alle so manch lieb gewonnene Tradition wie ein Ritual pflegen: Das Anschauen von „Dinner for one“ am Silvesterabend mit der immer wieder urkomischen „same procedure as every year“, das gemeinsame Osterfrühstück mit der Familie oder den Tatort am Sonntagabend? Solche Inseln im Leben tun der Seele gut.

Warum also sollte man Bewährtes einfach über Bord werfen? Vorausgesetzt, es ist lebendig und wertvoll. Der Politiker und Humanist Thomas Morus hat es so formuliert:

„Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.“

In diesem Sinne sollten wir an den lieb gewonnenen Traditionen festhalten und sie pflegen. Denn was spricht eigentlich dagegen, neue Feuer zu entfachen, eigene Traditionen zu schaffen, die uns Halt geben, gut tun und unser Leben bereichern? Sie haben Recht: Gar nichts!

 

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