Daniel Müller

Besuchsdienst: Kraft durch soziale Kommunikation

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11.12.2015 0

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Ob in Vorträgen, im Theater, im Fernsehen oder im persönlichen Gespräch: Die Kraft des gesprochenen und gehörten Wortes ist wertvoll und erfüllt die Beteiligten mit Leben. Wenn Menschen jung sind, nutzen sie eine Vielzahl kommunikativer Möglichkeiten. Bei älteren Menschen kann der Austausch jedoch stark abnehmen. Erfahren Sie hier, wie sogenannte Besuchsdienste durch Kommunikation eine motivierende Wirkung erzielen können.

Überblick:

 

Was ist ein Besuchsdienst?

Besuchsdienste sind Hilfsangebote von gemeinnützigen Wohlfahrtsverbänden, wie dem Deutschen Caritas Verband oder dem Deutschen Roten Kreuz, und von kommunalen sowie kirchlichen Trägern. Sie unterstützen die ganzheitliche Betreuung von hilfebedürftigen, älteren Menschen. Denn gerade wenn diese Mitglieder unserer Gesellschaft krank und unbeweglicher werden, kann ihre Einsamkeit zunehmen. Sie verlassen immer weniger das Haus, die sozialen Kontakte nehmen stark ab. Durch diese wachsende Isolation wird das körperliche und geistige Wohlbefinden der Betroffenen beeinflusst. Der Hintergrund: Diese Menschen wünschen sich einen persönlichen und regen Austausch, den ihre bestehenden Beziehungen nicht mehr leisten können.

An dieser Stelle greifen die kommunikativen Angebote der Besuchsdienste – meistens als Einzel-betreuung bei den Menschen zuhause oder als stationäres Betreuungsprojekt in Senioren-einrichtungen oder Kirchen. Ehrenamtliche Mitarbeiter führen die Besuchs- und Begleitungsdienste durch und verbringen vor Ort viel Zeit mit den Menschen. Sie hören zu, unterhalten sich, nehmen an ihrem Alltag teil, begleiten bei Einkäufen oder sie besuchen gemeinsam mit den Betroffenen Kulturveranstaltungen. Die menschliche Nähe innerhalb dieser gemeinsam verbrachten Zeit hat eine nachhaltige, positive Wirkung für die betreuten Menschen.

 

Welche positive Wirkung hat ein Besuchsdienst auf die betreute Person?

Lifta Besuchsdienst schafft Kommunikation

© Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu – Fotolia.de

Besuchsdienste haben einen sehr positiven Effekt und immer ein Ziel: Sie wollen der betreuten Person zu einem Mehr an gesellschaftlichem Leben, Teilhabe und Selbstbestimmtheit verhelfen. Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist darum die Kommunikation, die persönliche Unterhaltung. Eine wichtige Fähigkeit des Besuchsdienst-Mitarbeiters ist neben dem Erzählen aber auch das Zuhören.

Er sollte ein vertrauensvolles Gespräch führen und mit den verschiedenen Themen seines Gegenübers umgehen können. Durch diese Form der Begegnung nehmen die Ehrenamtler des Besuchsdienstes direkt am Leben der betreuten Person teil. Ein weiterer wichtiger Bereich sind gemeinsame Aktivitäten: Ausflüge oder Besuche von Veranstaltungen, welche die betreute Person aus eigener Kraft selbst nicht aufsuchen könnte.

Diese gesammelten Tätigkeiten bieten ausnahmslos Vorteile für Senioren: Sie fördern und stärken das körperliche und seelische Wohlbefinden älterer Menschen. Durch die Betreuung entsteht wieder Lebensfreude und dadurch ein gutes Stück mehr Lebensqualität.

Schließlich unterstützen Besuchs- und Begleitungsdienste auf Wunsch auch Familienangehörige und Freunde, indem sie Hilfe im Haushalt leisten. Bei Bedarf kann der Besuchsdienst auch weitergehende Hilfe anbieten: mit einem Hausnotruf-Dienst, einer ambulanten Pflege, dem Menüservice, Seelsorgern oder Ärzten.

 

Wie finde ich einen geeigneten Besuchsdienst?

Lifta Besuchsdienst

© and.one – Fotolia.de

Bundesweit gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die Betroffene und Angehörige nutzen können.
Über 200 Besuchs- und Begleitungsdienste stehen bereit. Mittlerweile können Besuchsdienst-Mitarbeiter auch Fortbildungen in diesem Bereich absolvieren. Das Bistum Regensburg bietet beispielsweise eigens entwickelte Qualifizierungsmaßnahmen für ehrenamtliche Mitarbeiter eines Besuchsdienstes an. Die Betreuer lernen innerhalb von mehreren Modulen relevante Themen wie diese kennen: „Wie ins Gespräch kommen?“ oder „Kompetent fürs Ehrenamt.“

Der zeitliche Umfang des Besuchsdienstes ist nicht näher definiert. Das Stundenmaß legen die Freiwilligen und der Anbieter gemeinsam fest. Schon einige Stunden in der Woche sind bereits sehr hilfreich. Von Vorteil für den positiven Effekt sind dabei aber regelmäßige und kontinuierliche Besuche eines Betreuers, was man bei der Wahl des Besuchsdienstes berücksichtigen sollte.

Im Allgemeinen sind Besuchs- und Begleitungsdienste kostenlos.

Fazit: Mitarbeiter eines Besuchsdienstes verbringen Zeit mit älteren Menschen, die einsam sind oder aus eigener Kraft nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Diese ehrenamtlichen Betreuer hören zu, helfen bei der Kommunikation mit Pflegediensten oder der eigenen Familie und gehen mit zu Kulturveranstaltungen. Das Hilfsangebot „Besuchsdienst“ stellen Wohlfahrtsverbände, Städte und Kirchen in der Regel kostenlos bereit. Es findet vor Ort bei den Menschen oder in Senioreneinrichtungen statt.

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