Andrea Schuster

Keine Langeweile im Alter: Die besten Tipps zur Freizeitgestaltung

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28.07.2016 0

Lachendes Paar Senioren tanzt glücklich im Garten im Sommer (© Robert Kneschke – www.fotolia.com)

© Robert Kneschke – www.fotolia.com

Langeweile im Alter? Nein, danke! Kaum zu glauben: Erst freut man sich, endlich Zeit für sich zu haben und dann wird zu viel unausgefüllte Zeit doch zu einem Problemfaktor. Gerade Senioren sollten daher besonders darauf achten, ihren Alltag aktiv zu gestalten. Um Freizeit im Alter genießen zu können, ist eine Strukturierung des Tages sehr hilfreich. Die Aktivitäten im Ruhestand sollten am besten vorab geplant sein, regelmäßig stattfinden und vielfältig ausgerichtet sein. Wir geben Ihnen hier dazu ein paar Tipps.

Inhalt

  1. Wie entsteht Langeweile im Alter?
  2. Wie kann ich meine Freizeit aktiv gestalten?
  3. Fazit

Wie entsteht Langeweile im Alter?

Nach einem langen Arbeitsleben ist endlich der Lebensabschnitt der Rente erreicht. Man freut sich auf das wohlverdiente und ruhige Leben. Vielen fällt leider schon nach Kurzem die Decke auf den Kopf. Ruhe kehrt ins Leben ein – und damit häufig die Langeweile im Alter.

Die Kinder sind längst aus dem Haus und die sozialen Kontakte sind auch geringer geworden. Mit wem also die Freizeit verbringen? Viele Beschäftigungen machen mit anderen Menschen schließlich erst richtig Spaß. Leider ist es häufig der Fall, dass Rentner nach einem erfüllten und durchstrukturierten Arbeitsleben plötzlich erheblich weniger soziale Kontakte haben, mit der gewonnen Zeit nichts anfangen können und sich einsam und gelangweilt fühlen.

Depressionen im Alter

Langeweile sollte auf keinen Fall Ihren Alltag bestimmen. Ruhephasen sind je nach persönlicher Verfassung sicherlich sinnvoll, aber Aufgaben und Aktivitäten setzen Ziele und helfen, schwermütige Gedanken zu verhindern oder zu vertreiben. Lassen Sie es daher gar nicht erst zur Langeweile, Energielosigkeit oder gar Depression kommen. Das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, kann dann plötzlich überhandnehmen und in der Folge das eigene Handeln und Denken beeinflussen. Der Fachbegriff der Psychologen dazu ist „Bore-out“. Bitte suchen Sie vorsichtshalber einen Arzt auf, falls Ihre Niedergeschlagenheit anhält und Sie keinen Weg sehen, dieser alleine zu begegnen.

Sie selbst können sich durch Beantwortung der folgenden Fragen neue Ziele und Aufgaben setzen:

  • Was möchte ich in meiner Freizeit machen?
  • Was ist mir wichtig im Leben?
  • Was könnte eine Herausforderung für mich sein?

Wie kann ich meine Freizeit aktiv gestalten?

Eine aktive Freizeitgestaltung ist für Senioren sehr wichtig. Nutzen Sie die Zeit für die Dinge, die Sie bis jetzt vernachlässigt haben. Suchen Sie sich neue Aufgaben, die vielleicht sogar eine echte Herausforderung darstellen, wie beispielweise das Erlernen (oder Wiederauffrischen) einer Sprache oder auch Musikunterricht. Zudem gibt es viele Freizeitaktivitäten, die Sie im Alter körperlich fit halten. Sie müssen nicht direkt Marathon laufen oder einem Verein beitreten: Auch moderate Bewegung wie beispielsweise Schwimmen und Gymnastik unterstützen nicht nur die Motorik, sondern sogar die geistige Aktivität.

senioren beim wandern im Sonnenuntergang / autumn hiking 18

© Patrizia Tilly – www.fotolia.com

Tägliche Rituale helfen, den eigenen Tag zu strukturieren und eine Balance zwischen Ruhephasen und unterschiedlichen Aktivitäten aufzubauen. Regelmäßige Abläufe wie die Tageszeitung lesen und der Morgenspaziergang helfen schon. Nicht umsonst sind übrigens Menschen mit einem Haustier, um das Sie sich kümmern müssen, oft zufriedener als auch körperlich gesünder – zumindest, wenn man regelmäßig mit dem Hund Gassi gehen muss. Vielleicht wäre das auch etwas für Sie?

Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung im Alter

Das Angebot an Freizeitaktivitäten für Senioren ist fast endlos. Erkundigen Sie sich, was in Ihrer Stadt, in Ihrer Gemeinde angeboten wird oder welche Möglichkeiten Freunde, Nachbarn und Bekannte wahrnehmen. Vielleicht möchten Sie sich anschließen oder zumindest mal hineinschnuppern.

Hier unsere 5 Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihre Freizeit neu zu gestalten:

    1. Tipp: Gedächtnisspiele unterstützen das Gehirn und sind nicht nur etwas für Kinder – ganz im Gegenteil. Sogar einfaches Lieder-Raten, „Stadt, Land, Fluss“ und „Memory“ eignen sich als Training für das Gehirn. In geselliger Runde macht es besonders viel Spaß. Laden Sie doch einmal Freunde oder Nachbarn zu einem Spielenachmittag ein!
    2. Tipp: Aktiv im Alter zu sein kann auch die Ausführung eines Ehrenamts bedeuten. Mit guter und individueller Beratung finden Sie das richtige Ehrenamt für sich. So können Sie einerseits anderen Menschen helfen und erhalten andererseits auch selbst wieder das Gefühl, gebraucht zu werden. Entsprechende Beratungen bekommen Sie in Freiwilligenagenturen, Begegnungsstätten oder Seniorenbüros. Oder schauen Sie doch einmal online unter dem Stichwort „Ehrenamt“. Sie werden erstaunt sein, wie viel Bedarf an Unterstützung auch in Ihrer Nähe besteht.
    3. Tipp: Selbstverständlich gibt es auch tolle Angebote zum Austausch und für gemeinsame Ausflüge mit Gleichgesinnten. Die besten Übersichten über spezielle Seniorenangebote erhalten Sie online. Beispielsweise finden Sie im Lifta Ratgeber auch Aktivitäten für Senioren in Köln.
    4. Tipp: Sport im Alter ist wichtig! Es gibt viele Sportarten, die Sie auch als Seniorin oder Senior noch anfangen und regelmäßig ausüben können. Nicht umsonst bieten Sport- und Wandervereine spezielle Kurse und Gruppen an. Die Auswahl ist sehr groß und von Region zu Region verschieden. Erkundigen Sie sich bei den örtlichen Sportvereinen oder im Internet unter dem Stichwort „Seniorensport in meiner Region“. Auch Ihre Krankenkasse gibt Ihnen gerne Tipps, wo und wie Sie sportlich in Ihrer Nähe aktiv werden können. Weitere Tipps finden Sie ebenfalls in unserem Blog-Beitrag „So bleiben Sie länger fit: Sportarten für ein aktives Leben im Alter“.
    5. Tipp: Reisen ist schön, denn es ist eine wunderbare Gelegenheit neue Orte und ferne Länder zu entdecken. Nutzen Sie die Möglichkeiten außerhalb der Urlaubs-Hochsaison neue Orte zu entdecken. Wenn Sie sich in einer Reisegruppe am sichersten aufgehoben fühlen, gibt es für Sie viele Angebote mit unterschiedlichen Arten der Reisebetreuung. Auch Reisen mit ärztlicher Begleitung sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Fragen Sie am besten in Ihrem Reisebüro nach den für Sie in Frage kommenden Angeboten.
    6. Fazit

      Genießen Sie Ihren Ruhestand in vollen Zügen. Tun Sie das, was Ihnen Spaß macht. Wichtig ist die Ausgeglichenheit zwischen Ruhephasen und Aktivität, um der Langeweile im Alter zu entgehen. Durch geplante und aktive Freizeitgestaltungen für Senioren können Sie dieser vorbeugen. Reisen, Sport, Spielen, Lesen oder Ehrenämter sind beispielsweise Möglichkeiten, sich geistig und körperlich fit zu halten.

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