Tanja Schilling

Winter ade: Tipps für einen sicheren Frühjahrsputz!

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12.05.2016 0

Mit einem Frühjahrsputz die Sonne ins Haus lassen. (© K.-U. Häßler – www.fotolia.com)

© K.-U. Häßler – www.fotolia.com

Rituale sind etwas Wunderbares. Sie verleihen Struktur und wir verbinden meist Sicherheit und Altbewährtes mit ihnen. Eines unserer liebsten Rituale ist der Frühjahrsputz. Das helle Licht der Frühjahrssonne beleuchtet ab März unsere matten, winterwolkigen Fensterscheiben und den alten Staub, der sich im dunklen Winter in den tiefsten Ecken des Hauses noch gut verbergen konnte. Jetzt wird es Zeit, dass wir uns aufraffen und den Frühling auch in Haus oder Wohnung willkommen heißen!                                                                    

Dabei ist es heutzutage gar nicht unbedingt nötig, dass wir ausgerechnet im Frühjahr das Untere nach oben kehren und umgekehrt. Der Frühjahrsputz stammt schließlich aus der Zeit, in der noch mit offenem Feuer gekocht und geheizt wurde. Der dabei entstandene Ruß setzte sich gerade im Winter überall im Haus ab und konnte erst beseitigt werden, wenn es warm genug war, um Türen und Fenster wieder weit zu öffnen und so die Räume von den Rußspuren zu befreien. Aber allein die Tatsache, dass es wieder heller und wärmer wird, ist doch auch für uns der beste Anlass, den Winter ganz offiziell zu verabschieden.

 

Bitten Sie um Unterstützung

Es hilft alles nichts. Die Sonne setzt das Signal zum Handeln und wir raffen uns dann irgendwann auf und attackieren Fenster, Böden und Möbel. Doch mit etwas Planung geht alles viel besser von der Hand. Und da man zu zweit mehr Spaß hat und gleich doppelt soviel schafft, sollten Sie sich unbedingt Hilfe dazuholen. Das kann der Partner sein, aber auch gerne jüngere Personen wie Kinder, Enkel, ein Freund, die Nachbarin oder ein bezahlter Profi. Bestimmt gibt es in Ihrer Wohnung sehr viele Stellen, an die Sie nicht mehr ganz so einfach oder sicher herankommen. Ein Frühjahrsputz birgt schließlich auch Gefahren, die vielen gar nicht bewusst sind. Zudem können einseitige Belastungen der Wirbelsäule Rückenschmerzen zur Folge haben. Auch Stürze können beim Putzen passieren – und das ist gar nicht so selten.

 

Ein Spaziergang zum Aufwärmen

So ein Frühjahrsputz kann durchaus schon sehr sportliche Züge annehmen. Daher ist es gerade für ältere Menschen wichtig, sich körperlich ein wenig vorzubereiten und mit einem kleinen Aufwärmprogramm die Muskeln zu lockern: Zum Beispiel vor dem Hausputz eine Runde flott gehen und die Schultern lockern. Das beugt Beschwerden und Verletzungen vor.

Fruehjahrsputz sicher staubsaugen

© didesign – www.fotolia.com

Rückenschmerzen entstehen gerne durch eine falsche Körperhaltung. Gerade beim Staubsaugen neigen viele dazu, sich längere Zeit nach vorne zu beugen. Das belastet die Gelenke und Muskeln der Wirbelsäule. Muskelverspannungen, Hexenschuss oder Ischiasbeschwerden können die Folge sein. Dagegen hilft oft schon die richtige Ausrüstung bzw. eine bewusstere Haltung: Ein ausreichend ausgefahrenes Teleskoprohr am Staubsauger oder Wischmopp sorgt bereits dafür, dass Sie sich aufrechter bewegen.

Verspannungen drohen dort, wo Sie schlecht erreichbare Orte Ihrer Wohnung putzen – zum Beispiel Unterschränke. Bei solchen Arbeiten unbedingt zwischendurch immer wieder aufstehen und dehnen, um die Muskeln zu lockern. Dabei aber am besten Zeit lassen, denn zu schnelles Aufstehen kann den Kreislauf überfordern. Und die tiefe Bade- oder Duschwanne wird dann sicher jemand reinigen, der noch etwas jünger und beweglicher ist. Bitte scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten!

 

Bitte nur mit festem Schuhwerk

Tatsächlich droht beim Putzen von allen Seiten Sturzgefahr. Frisch gewischte Böden sind besonders tückisch und Sie sollten diese unbedingt erst betreten, wenn sie komplett abgetrocknet sind. Wer nicht hundertprozentig trittsicher ist oder gar Gleichgewichtsprobleme hat, sollte außerdem ganz vermeiden, auf eine Trittleiter zu steigen, um beispielsweise Staub von Schränken zu wischen. Der Staub hat schon längere Zeit dort oben verbracht und wird es Ihnen nicht übel nehmen, wenn er noch etwas warten muss. Bei nächster Gelegenheit bitten Sie dann eine jüngere Person, Ihnen hilfreich zur Hand zu gehen und mal kurz die Trittleiter für Sie zu erklimmen.

Und denken Sie immer daran: Niemals Stühle als Steighilfe verwenden. Und immer festes Schuhwerk beim Putzen tragen. Hausschlappen sind keine Arbeitsschuhe!

 

Mach mal Pause!

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© bilderstoeckchen – fotolia.com

„Das bisschen Haushalt…“ ist oft anstrengender, als man zunächst denkt. Kleine Putz-Pausen sind äußerst sinnvoll.Trinken Sie zwischen zwei „Aufgaben“ doch eine Tasse Kaffee. Das hilft, über den Tag hinweg immer mal wieder zu entspannen, das „Werk“ zu betrachten und zu neuen Kräften zu kommen. Und wenn sich halt nicht alles auf einmal erledigen lässt – morgen ist schließlich auch noch ein Tag!

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