Dr. Marion Steinbach

Ballast adé – Entrümpeln macht glücklich

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05.03.2014 1

Portrait einer attraktiven älteren Dame (© Volker Witt - Fotolia.com)

© Volker Witt - Fotolia.com

Aschermittwoch – für gläubige Christen beginnt heute die Fastenzeit. Aber auch weniger Gläubige nehmen diese Zeit zum Anlass, um 40 Tage lang auf Genussmittel zu verzichten, die man eigentlich ohnehin gerne reduzieren oder ganz meiden möchte: Schokolade, Alkohol, Zigaretten… Der zeitweise Verzicht kann sogar in eine Lebenshaltung münden. Denn es fühlt sich gut an, zu verzichten und Ballast abzuwerfen.

Am Anfang dieser Bewegung stand „Simplify your Life“ von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert. Es folgten viele Ratgeber zu einem freieren und leichteren Leben, seit einigen Jahren erscheinen jedes Jahr neue Bücher, die vom Auszug aufs Land berichten. Man denke nur an Dieter Moors „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“ oder Hilal Sezgins „Landleben. Von einer, die raus zog“. Auch sie greifen eine Sehnsucht danach auf, sich auf die wenigen wesentlichen Dinge des Lebens zu konzentrieren, Qualität über Quantität zu stellen und dadurch auch zufriedener zu werden. Nun kann natürlich nicht jeder seine komfortable Wohnung in der Stadt aufgeben, um ein einfaches Leben auf dem Land zu führen. Trotzdem brauchen Sie auf das Mehr an Lebensqualität nicht zu verzichten. Wir haben für Sie 3 Tipps zusammen gestellt.

1. Weniger Reize – mehr Konzentration auf Wesentliches

Telefon, Internet, TV und Handy – ständig werden wir mit Informationen überschüttet. Entziehen Sie sich der Dauerbeschallung. Lassen Sie einen Abend in der Woche den Fernseher bewusst aus. Stellen Sie für einen oder zwei Nachmittage den Anrufbeantworter an, auch, wenn Sie zu Hause sind. Schalten Sie Ihr Handy aus, wenn Sie einen Waldspaziergang machen. Checken Sie nicht stündlich Ihre Mails. Genießen Sie stattdessen genau das, was Sie in der Zeit ungestört machen.

2. Kleinere Auswahl – Ende der Qual

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wie wahr dieses Sprichwort ist, weiß jeder, der mal eine telefonbuchdicke Speisekarte durchgeblättert hat. Denn: Eine große Auswahl hat vor allem eins zur Folge: Schwierigkeiten, sich zu entscheiden und immer das schale Gefühl, dass eine andere Wahl womöglich besser gewesen wäre. So vermeiden Sie diese Falle daheim: Kaufen Sie nicht auf Vorrat ein und schon gar nicht doppelt und dreifach. Also z.B. nicht Kirsch-, Erdbeer- und Brombeermarmelade, Honig und Nussnougatcreme, sondern nur eine Sorte süßen Aufstrich. Und den genießen Sie dann ganz bewusst. Das gleiche gilt übrigens für Kosmetik und alle anderen Verbrauchsartikel.

3. Befreien Sie sich von überflüssigen Dingen

Im Lauf der Zeit sammelt sich viel an – Kleidung, Geschirr, Bücher … schließlich waren unsere Vorfahren Sammler. Damals machte das auch Sinn. Heute belastet der ganze Kram, den wir anhäufen. Außerdem verlieren wir dadurch die wirklich wichtigen Dinge aus dem Blick. Lassen Sie sich nicht mehr ablenken. Sortieren Sie rigoros aus. Werfen Sie die Sachen aber nicht einfach lieblos weg, sondern überlegen Sie, wem Sie damit eine Freude machen könnten: Spenden Sie Kleidung, die Sie seit mehr als zwei Jahren nicht angehabt haben, der Kleiderkammer oder der Oxfam. Haben Sie einen öffentlichen Bücherschrank in Ihrer Stadt, dann stellen Sie Ihre aussortierten Bücher dort ein oder fragen Sie die Stadtbücherei, ob sie sie haben möchte.

Versuchen Sie es doch einmal. Nehmen Sie die Fastenzeit zum Anlass. Sie werden erstaunt sein. Denn Sie gewinnen Freiheit, Zufriedenheit und ein Stück Lebensglück!

Haben Sie Tipps für unsere Leserinnen und Leser, wie sie durch weniger Ballast mehr Lebensqualität gewinnen? Verraten Sie sie uns. Benutzen Sie hierfür die Antwortfunktion und schreiben Sie uns.

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Kommentare

von Schwalenberg am 07.11.2016

Hi!

Ich bin selbstständig mit einem Entrümpelungsservice. Daher weiß ich was es bedeutet alleine zu entrümpeln.
Respekt dafür!!! Denn aller Anfang ist schwer.

Wenn mann einen Container bestellt, wird es meißt teuer da man alles hinein wirft und es dann als Restmüll deklariert wird.
Schränke, Laminat und alles was sonst noch aus Holz besteht sollte getrennt entsorgt werden.
Im Notfall in einen 2. Container.
Die Entsorgung von Müll bei Containern wird immer nach dem Gewicht berechnet und eine Tonne Holz ist um zwei drittel günstiger als Restmüll.
Anziehsachen können in einen Wertstoffcontainer genau wie Papier und Glas.
Hausflohmarkt, Ebay, momox geht auch, aber brauch leider meist sehr viel Zeit und Nerven.

Wenn man ein Haus oder eine Wohnung leer machen muß, weil ein Angehöriger verstorben ist, so ist es meißt auch besser eine Entrümpelungfirma zu beauftragen. Da diese nicht emotional mit dem Objekt verbunden sind.

Liebe Grüße
Schwalenberg