Sabrina Wittkämper

Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt

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13.07.2012 0

Buchcover "Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt" (© Hoffmann und Campe Verlag)

© Hoffmann und Campe Verlag

In regelmäßigen Abständen trafen sich Loki Schmidt und Reiner Lehberger zum Gedankenaustausch im Haus der Schmidts in Hamburg Langenhorn. Dort arbeiteten sie zusammen an gemeinsamen Projekten und sprachen bei Kaffee und einigen Zigaretten über Loki Schmidt und ihr bedeutendes Leben. Irgendwann beschlossen sie, ein Tonbandgerät mitlaufen zu lassen, und so entstand dieses Buch mit 20 interessanten Gesprächen über die Ansichten und Wünsche einer beeindruckenden Persönlichkeit, die viele Menschen bewegt hat.

Sie behandelten Themen wie Kunst, Musik und Naturschutz, über die Loki mit Begeisterung sprach, aber auch Themen wie Mode und Religion, über die sie eher nüchtern ein paar Worte verlor.

Großen Bekanntheitsgrad erlangte Loki Schmidt auch durch ihr Engagement im Naturschutz, für das sie vielfach ausgezeichnet wurde. Besonders stolz war sie auf ihre Pflanzenentdeckungen, die nach ihr benannt wurden. Einst entdeckte sie sogar eine Skorpionart am Amazonas. Auch sie trägt heute Lokis Namen.

Buchcover "Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt"Besonders amüsant ist Lokis Anekdote über ihren Besuch bei Papst Johannes Paul II. Sie spricht von den fabelhaften Deutschkenntnissen des Papstes und beschreibt ihn als warmherzigen und interessanten Gesprächspartner. Und trotzdem scheut sie sich keineswegs, ihn zu berichtigen, als er sie mit „Grüß Gott“ begrüßt und erklärt ihm in norddeutscher Gelassenheit, dass man in Hamburg „Guten Tag“ sagt.

Interessant ist auch, wie offen und ehrlich Loki Schmidt über die Mühen des Alters spricht und sich nicht scheut, die Vorteile ihrer Hilfsmittel aufzuzählen. Beispielsweise benutzte Loki zuletzt immer einen Rollator, da sie ohne nicht mehr laufen konnte. Sie gesteht, mit dem Rollator ein ganzes Stück Freiheit gewonnen zu haben.

Auch ihren Treppenlift beschreibt Loki Schmidt als sehr gemütlich und erzählt begeistert von der schnellen Montage. Sie meint, derjenige, der sich das ursprünglich ausgedacht hat, war ein pfiffiger Mensch.

Das Erscheinen ihres letzten Buches konnte Loki Schmidt leider nicht mehr erleben, denn sie starb 2 Monate zuvor am 21.10.2010. Umso schöner ist es, dass dieses persönliche Buch neben ihrer Arbeit als Naturschützerin als Erinnerung an sie bleibt.

Das Buch ist angenehm zu lesen, denn es kommt Lokis Sprache sehr nah und gibt einen Eindruck davon, was für ein Mensch Loki Schmidt war.

Dieses Buch ist im Buchhandel erhältlich:
ISBN: 978-3-455-50167-4
Preis: 17,00 EUR
Erschienen im Hoffmann und Campe Verlag

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Bewertung: 2.7/6 (3 Bewertungen insgesamt)
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